Pressemitteilung vom 19.10.2018

Spitzen der Verwaltung wollen Reformprozesse vernetzen

Zweites Treffen der Verantwortlichen des Landeskirchenamts und des Erzbischöflichen Ordinariats
Evangelische Seite informiert über Reformprozess „Profil und Konzentration“

Die Spitzen der Verwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und des Erzbistums München und Freising haben verabredet, sich bei den jeweiligen aktuellen strategischen Reformprozessen stärker zu vernetzen.

Beide Kirchen stehen vor der Herausforderung, ihren Auftrag trotz sich rapide verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und absehbar rückläufiger Ressourcen erfüllen zu können.

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Von zentraler Bedeutung sei es, den Menschen einen „einfachen Zugang zur Liebe Gottes“ zu ermöglichen. Deshalb sei es sinnvoll, wenn die Verwaltungen von Landeskirchenamt und Ordinariat nicht getrennt nebeneinander agierten, sondern ihr Wirkungsfeld „als gemeinsamen pastoralen Raum begreifen“, stellten Generalvikar Peter Beer und Oberkirchenrat Nikolaus Blum übereinstimmend fest. Deshalb wollen beide Seiten prüfen, wie man möglichst bald Vertreter der jeweils anderen Seite zu den eigenen Reformprozessen einlädt.

Bei der Zusammenkunft von 19 leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamts und des Erzbischöflichen Ordinariats München am Donnerstagabend stellte der landeskirchliche Planungsreferent Kirchenrat Thomas Prieto Peral den katholischen Gästen den aktuellen Stand des Reformprozesses „Profil und Konzentration“ vor. Ziel dieses Prozesses sei, so Prieto Peral, „hörende Kirche“ zu werden, um die Erwartungen der Kirchenmitglieder wahrzunehmen und den Auftrag der Kirche für heute neu zu bestimmen. Wichtig sei es, „von einer Perspektive des Mangels zur Wiederentdeckung der Gaben und Aufgaben zu finden“.


19.10.2018 / Bernhard Kellner / Johannes MInkus