Pressemitteilung vom 17.07.2020

Bedford-Strohm: Mein Enkel soll nicht unter den Folgen des Klimawandels leiden

Bayerischer Landesbischof spricht bei Menschenkette zu „Klimagerechtigkeit jetzt!“

Der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende, Heinrich Bedford-Strohm, wünscht sich, dass sein Enkel einmal nicht unter den dramatischen Folgen des Klimawandels leiden muss. Wenn sein heute 16 Monate alter Enkel 60 Jahre sein wird, „soll er mindestens die gleichen Lebenschancen haben wie ich“ und in einer Welt leben, in der „jeder Mensch auf Erden in Würde leben kann“, so Bedford-Strohm in einem Grußwort heute im Rahmen einer von Parents 4 Future veranstalteten Menschenkette vom Münchner Marienplatz zum Sendlinger Tor unter dem Titel „Klimagerechtigkeit jetzt!“

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„Die Schöpfung ist uns von Gott anvertraut, dass wir sie bebauen und bewahren. Wir dürfen sie nicht zerstören.“ betonte der Landesbischof.

Wenn der Klimawandel jetzt nicht angepackt werde, würden viele Menschen durch Überflutungen ihre Heimat verlieren und als Flüchtlinge in der Welt unterwegs sein. Unkontrollierbare Stürme und Dürren würden viele Todesopfer fordern, warnte der Landesbischof.

Darum müssten die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels jetzt beherzt angegangen werden. Bedenken, dass die notwendigen Gelder dafür in der Nach-Coronazeit nicht vorhanden sein könnten, ließ Bedford-Strohm nicht gelten: „In einem Land wie Deutschland, in dem allein das private Barvermögen 6,3 Billionen Euro beträgt“, könnte niemand sagen, „dass die Mittel dazu nicht da wären“.


17.07.2020 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher