Pressemitteilung vom 16.11.2017

Synodalpräsidentin: Weltweite Kirchenpartnerschaften stärken Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit

Bischof Jack Urame aus Papua-Neuguinea predigt im Eröffnungsgottesdienst
der Landessynode am Sonntag, 26. November, in Sulzbach-Rosenberg

Für die bayerische Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel haben die Kirchenpartnerschaften der bayerischen Landeskirche einen hohen Wert. Aus Anlass der bevorstehenden Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags zwischen der bayerischen Landeskirche und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Papua-Neuguinea im Rahmen der Landessynode vom 26. bis 30. November in Amberg sagte Preidel: „Die Kirchenpartnerschaften sind unser Beitrag, um am weltweiten Netz von Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit weiter zu weben. Einander Partner sein im Netzwerk gelingender, lebendiger Beziehungen – das ist ein Auftrag, den es immer wieder neu mit Leben zu füllen gilt“.

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Der Austausch mit Christen aus anderen Ländern sei eine „Bewusstseins-Schulung, dass wir alle in der einen Welt miteinander leben“, so Preidel. Diese Bewusstseins-Schulung sei „umso wichtiger in einer Zeit, in der Tendenzen zu Entfremdung und Abschottung überhand nehmen“. Sie selbst habe als Mitglied einer bayerischen Delegation im Mai an der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Windhoek (Namibia) teilgenommen. Für sie sei in Windhoek einmal mehr sichtbar geworden, „welche große Kraft durch diese Partnerschaften von uns Christen in die Welt ausgeht“.

„Die Reformation hat in Deutschland begonnen, ist in die Welt ausgewandert und zur Weltbürgerin geworden. Jetzt kommen aus den Partnerkirchen die theologischen Einsichten aus anderen Teilen der Welt wieder nach Deutschland zurück. 500 Jahre nach der Reformation können wir nun von den anderen Kirchen lernen, die mitunter vitaler sind als wir.“ Das, so Synodalpräsidentin Preidel, sei eine der wichtigsten Erkenntnisse des Reformationssommers im Blick auf die Zukunft unserer bayerischen Kirche: „Wir sollten uns von anderen inspirieren lassen und unsere Innenperspektive überwinden!“


16.11.2017 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher