Pressemitteilung vom 13.11.2015

Chat-Andacht: am Ewigkeitssonntag auch im Netz die Trauer vor Gott bringen

Evangelische Kirchen laden auf www.trauernetz.de zur Beteiligung ein 

Am Ewigkeitssonntag erinnern evangelische Christinnen und Christen in Gottesdiensten an ihre Verstorbenen und befehlen sie Gott an. Dies geschieht nicht nur in Ortsgemeinden. Auch auf trauernetz.de bietet die evangelische Kirche im Internet einen Raum, wo Menschen ihre Trauer vor Gott aussprechen können. Bereits zum siebten Mal seit 2009 findet am Ewigkeitssonntag, in diesem Jahr am 22. November, um 18 Uhr eine Chatandacht statt.
In evangelischen Gottesdiensten werden an jenem letzten Sonntag jedes Kirchenjahres die Namen der im Kirchenjahr verstorbenen Gemeindeglieder verlesen, und die Gemeinde schließt sie und ihre Angehörigen in die Fürbitte ein. Was in den Gemeindegottesdiensten guter Brauch ist, wird über die Form des Chats so auch online möglich. Angehörige oder Freunde können ab sofort unter www.trauernetz.de die Namen der Verstorbenen in ein Trauerbuch eingetragen. Diese Namen werden während der Online-Andacht im Chat eingeblendet und im Gebet vor Gott gebracht. Im Anschluss beten die Chatteilnehmerinnen und -teilnehmer gemeinsam das Vaterunser und bitten um Gottes Segen. 

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In den vergangenen Jahren haben sich besonders solche Menschen an der Online-Andacht beteiligt, die bereits vor längerer Zeit gestorbene Angehörige oder Freunde ins Gedenken einschließen wollten. Auch, wenn die Gemeinde der Verstorbenen zu weit vom Wohnort der Angehörigen entfernt ist, um dort am Ewigkeitssonntag am Gottesdienst teilnehmen zu können, bietet die Chatandacht eine Möglichkeit, im Internet namentlich der Toten zu gedenken.

„Wir sehen die Onlineandachten als Ergänzung zu den Angeboten der Ortsgemeinden“, erklärt Kirchenrätin Anne Lüters, in der bayerischen Landeskirche zuständig für das Trauernetz. „Die namentliche Erinnerung an die Verstorbenen ist wichtig – ob nun von der Kanzel verlesen oder im Chat eingeblendet. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, wie tröstlich es für viele Menschen ist, Namen von Angehörigen zu nennen, die vor Jahren oder Jahrzehnten gestorben sind.“

www.trauernetz.de ist eine Kooperation der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

 


13.11.2015 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher