Pressemitteilung vom 10.04.2017

„Europäischer Stationenweg“ kommt nach Bayern

Coburg: 15. April – Augsburg: 19. April – Nürnberg: 22. April

Im Rahmen des Reformationsjubiläums fährt seit dem 3. November 2016 der „Stationen-Truck“, ein blau-grüner LKW, durch 68 europäische Städte und sammelt Geschichten über die bekannten und weniger bekannten Aspekte der Reformation.
In drei bayerischen Städten wird der Truck Station machen: Coburg, Augsburg und Nürnberg.

15. April, 10 Uhr: Stationen-Truck kommt nach Coburg

Am 15. April 1530 durchschritt Martin Luther das Spitaltor und hat in Coburg Geschichte geschrieben: Ein halbes Jahr hat er auf der Veste Coburg gelebt und gearbeitet.

Seine Geschichte wird am 15. April 2017 ab 10 Uhr in Coburg lebendig. Vom Oberbürgermeister der Stadt Coburg und den Dekanen begrüßt und begleitet von Pilgern und mittelalterlich Gewandeten, schreitet ein „Martin Luther“ dann um 12Uhr durch die Stadt zum Reformationstruck am Schlossplatz.

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Ab 13 Uhr ist buntes Programm geboten. Auf der roten Couch wird diskutiert: Was will Martin Luther mit der Reformation? Was bedeutet die Freiheit eines Christenmenschen für Menschen des 21. Jahrhunderts? Wie steht es mit der Bildung, der Toleranz der Christen und dem Umgang mit Wahrheit heute? Posaunenchöre intonieren Lieder der Reformation, und  Mitarbeiter führen durch den Reformationstruck, in dem es Coburger Stimmen der Reformation - von damals und heute - zu hören gibt. 
Um 17.30 Uhr findet der Festakt der Stadt Coburg mit Übergabe der Coburger Reformationsgeschichten und Übergabe des Trucks an die Stadt Augsburg statt.

19. April, 12 Uhr: Stationen-Truck in Augsburg

Unter dem Motto „Mutig bekennen – friedlich streiten“ wird in Augsburg das Reformationsjubiläum gefeiert. Am 19. April um 12 Uhr werden der Truck und sein Team vom Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, Stadtdekanin Susanne Kasch  und Partnern aus der Ökumene begrüßt. Ab 14 Uhr zeigt das Stationentheater zum Reformationsjubiläum an drei Stationen die Uraufführung des Stücks „So leise treten kann ich nicht“ von Sebastian Seidel („Sensemble Theater Augsburg“). Um 19.30 Uhr spricht im Annahof der Münchner Theologieprofessor Gunther Wenz zum Thema: „Glauben bekennen heute – fair und gewaltfrei, mutig und friedlich, kontrovers und zivilisiert“.
Weitere Infos: www.reformation2017augsburg.de

22. April, 10 Uhr: Stationen-Truck in Nürnberg

Ein abwechslungsreiches Programm von 10 bis 19 Uhr auf dem Nürnberger Hauptmarkt bietet Musik und Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten und den Menschen vor Ort. Mit dabei sind u.a. Stadtdekan Jürgen Körnlein, der Poetry-Slammer Felix Kaden, der Dramaturg des Staatstheaters, Johann Casimir Eule, der  Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, Michael Bünker, und Alexander Jungkunz, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten. Eine Druckerpresse verweist auf Nürnberg als „Aug und Ohr“ der Reformation. Ein Film über Nürnberg als Reformationsstadt, der eigens zu diesem Anlass gedreht wurde, wird am 22. April erstmals  im Reformationstruck zu sehen sein.
Am Abend des 22. April laden die Veranstalter ein in den Historischen Rathaussaal zum „Nürnberger Religionsgespräch - Wahrheit und Dialog“ von 19 bis 21.30 Uhr mit Vertretern verschiedener Weltreligionen ein, die auch Musik und Kulinarisches präsentieren.

„Europäischer Stationenweg – Geschichten auf Reisen“

Das von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und dem Schweizer Evangelischen Kirchenbund (SEK) initiierte Projekt repräsentiert nicht nur die kulturelle Pluralität des Reformationsgeschehens anhand der Vielzahl der angefahrenen Stationen, sondern macht auch eindrücklich die europäische Dimension der Reformation deutlich. Dabei markiert jede Station einen wesentlichen Aspekt der Reformation und ihrer Wirkungsgeschichte.
Weitere Infos zur gesamten Route des Stationenwegs: https://r2017.org/europaeischer-stationenweg


10.04.2017 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher