Pressemitteilung vom 09.12.2019

Wahl zur Landessynode: Zwei Drittel der Synodalen sind neu

Vorläufiges Endergebnis der Wahlen zur bayerischen Landessynode

Gestern wählten die 12.841 bayerischen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher 89 Mitglieder der neuen Landessynode. Fest stehen auch bereits weitere drei Synodale, die als Vertreter der evangelisch-theologischen Fakultäten in Bayern benannt wurden, sowie die drei Jugendsynodalen, die von der Landesjugendkammer gewählt wurden. Weitere 13 Synodale werden in der nächsten Zeit durch Landeskirchenrat und Landessynodalausschuss berufen aus kirchlichen Einrichtungen und Diensten sowie dem gesellschaftlichen und politischen Leben. Dann werden alle 108 Mitglieder der künftigen Landessynode feststehen.

Schon heute ist erkennbar: Die Landessynode wird sich personell deutlich erneuern. Mehr als zwei Drittel (67,4 Prozent) der 89 gewählten und 6 delegierten Synodalen sind zum ersten Mal im Kirchenparlament der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern vertreten. Erstmals war diese Wahl ausschließlich als Briefwahl durchgeführt worden.

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Der Anteil der Frauen unter den Gewählten liegt bei 56,2 Prozent und ist bereits zum zweiten Mal in Folge anstiegen: Bei der letzten Wahl vor sechs Jahren lag der Anteil bei 40,4 Prozent, im Jahr 2007 waren es 38 Prozent.

Die Synode wird jünger: Der Altersdurchschnitt ist mit 47,5 Jahren deutlich gesunken im Vergleich zu 51,3 Jahren im Jahr 2013.               

Laut Kirchenverfassung setzen sich die 89 gewählten Synodalen aus 60 Nichtordinierten und 29 Ordinierten (darunter 10 Dekane) zusammen. Unter den 29 gewählten Ordinierten ist der Anteil der Frauen von 38,4 Prozent im Jahr 2013 auf jetzt 44,8 Prozent gestiegen. Bei den Dekanen ist der Geschlechterproporz gleichgeblieben: Gewählt wurden 4 Dekaninnen und 6 Dekane.

Die vollständige Liste der gestern gewählten Synodalen finden Sie unter
https://www.bayern-evangelisch.de/wir-ueber-uns/synodalwahl.php

Die neue Landessynode tritt zu ihrer konstituierenden Sitzung am 22. März 2020 in Bayreuth zusammen.


09.12.2019 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher