Pressemitteilung vom 08.03.2016

Regionalbischöfin fordert Unterstützung und Respekt für Einsatzkräfte

Ökumenischer Gottesdienst im Münchner Dom für Rettungskräfte nach Zugunglück in Bad Aibling

Im ökumenischen Gottesdienst für die Rettungskräfte anlässlich des Zugunglücks von Bad Aibling heute im Münchner Dom gemeinsam mit dem Domdekan und Leiter des Katholischen Büros Bayern, Lorenz Wolf, hat die Münchner Regionalbischöfin und Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Susanne Breit-Keßler, die Rettungskräfte als „Geschenk des Himmels“ gelobt. Täglich gebe es Anlass zum Dank an die Männer und Frauen von Polizei und Feuerwehr, von Berg- und Wasserwacht, vom Technischen Hilfswerk und Roten Kreuz, von Kriseninterventionsteams und Notfallseelsorge.

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Gleichzeitig forderte Breit-Keßler mehr Unterstützung für die Rettungskräfte. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Polizei durch den vermehrten Einsatz an der Grenze „klaglos Schicht um Schicht schiebt“, bis „weit über die Grenzen der eigenen Kraft“. Dabei dürften Kirche und Gesellschaft „nicht gemütlich zusehen“.

Darüber hinaus müsse die Gesellschaft den Einsatzkräften wieder mehr Anerkennung und Respekt zollen für ihre Arbeit, so Breit-Keßler. Es sei „unerhört, dass Polizistinnen auf eine Weise verbal angegriffen werden, dass es einem die Zornesröte ins Gesicht treibt und man sich nur noch fremdschämen kann“. Ebenso empörend sei es, dass Sanitäter während ihres Einsatzes angepöbelt und niedergeschlagen würden.

Wörtlich sagte Breit-Keßler: "Diese Gesellschaft braucht wieder Respekt vor den Menschen, die ihren Kopf hinhalten, manchmal ihr Leben einsetzen, um uns anderen zu helfen."


08.03.2016 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher