Pressemitteilung vom 08.02.2016

„Polit-Spektakel am Aschermittwoch zugunsten einer Kultur der Fairness reformieren“

Kirchenrat Dieter Breit fordert Politik zum Verzicht auf Polemik und verbale Muskelspiele auf 

Zum „Verzicht auf leichtfertige Polemik und auf billiges Buhlen um Beifall“ hat der Beauftragte der bayerischen Landeskirche für die Beziehungen zu Landtag und Staatsregierung, Kirchenrat Dieter Breit, mit Blick auf die politischen Aschermittwochsveranstaltungen aufgerufen. 

Mehr zum Thema

„Angesichts der großen Aufgaben durch die Flüchtlingsmisere ist es in diesem Jahr besonders geboten, dass alle demokratischen Kräfte das Gemeinsame unterstreichen und auf jede Diffamierung des jeweiligen politischen Gegners verzichten“, erklärte Breit in München. Überzeugungskraft bemesse sich „nicht nach der Quantität der Entgleisungen“, sondern zeige sich an der „Fähigkeit, Konsens herzustellen und Differenzen sachlich aufzuzeigen“

Gerade die üblichen „Polit-Spektakel“ am Aschermittwoch sollten zugunsten einer „Kultur der Fairness und Nachdenklichkeit“ reformiert werden, sagte Breit. „Speziell das Flüchtlingsthema fordert dazu heraus, auf verbales Muskelspiel zu verzichten und stattdessen ehrlich und mit leisen Tönen Chancen und Probleme zu benennen“. Allen politisch Verantwortlichen müsse klar sein, dass jedes „Schüren von Aggression“ letztlich nur jenen Kräften zuspiele, die das politische System in Gänze in Frage stellten. Deshalb sei es ein „wertvoller Dienst am demokratisch verfassten Gemeinwesen, auf gute Argumente zu setzen und plakative Parolen zu unterlassen.“

 


08.02.2016 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher