Pressemitteilung vom 07.11.2017

Barbara Pühl übernimmt Stabsstelle für Chancengerechtigkeit in der bayerischen Landeskirche

Am Mittwoch wird Kirchenrätin Dr. Barbara Pühl (42) in einem Gottesdienst in ihre neue Aufgabe als Ansprechpartnerin für Chancengerechtigkeit eingeführt

Ihr Büro hat Pühl im Landeskirchenamt in München. Organisatorisch ist sie dem Landesbischof zugeordnet.

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: „Ich freue mich, dass mit Barbara Pühl das Thema Chancengerechtigkeit professionell und sensibel vorangebracht wird. Die verschiedenen Aspekte ihres Arbeitsbereichs stehen nicht immer im Fokus der Öffentlichkeit, sind aber sehr wichtig für unser Miteinander in der Kirche und unsere Glaubwürdigkeit“.

Pühls Aufgabe besteht darin, das Zusammenleben und Zusammenarbeiten der unterschiedlichen Menschen in der evangelischen Kirche in Bayern zu fördern, vor allem dort, wo körperliche, soziale oder kulturell geprägte Gegebenheiten zu Benachteiligung und Diskriminierung einzelner Personen oder Gruppen führen.

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Traditioneller Schwerpunkt ist die Gleichstellung von Frauen und Männern. Pühl: „In den letzten Jahrzehnten haben die Frauen in der evangelischen Kirche viel erreicht. Eine Pfarrerin auf der Kanzel ist heute selbstverständlich. Das heißt längst nicht, dass damit alles gut wäre – aber die Gleichstellungsarbeit hat sich verändert“. Sie will sich stark machen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Es ist leider immer noch so, dass die Frauen den Hauptteil der Familienarbeit übernehmen. Beruflich stecken sie dann trotz guter Ausbildung oft zurück.“ Ein besonderes Augenmerk erfordern die Bedürfnisse von Alleinerziehenden und Patchwork-Familien, ebenso wie die Menschen, die sich um die Pflege Angehöriger kümmern.

Ein weiterer Teil von Pühls Aufgabenbereich umfasst die Inklusion, also das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung. „Dieses Thema müssen wir ebenso mutig und kreativ wie professionell angehen“, betont der Landesbischof. „Gelebte Vielfalt – nicht nur von Menschen mit und ohne Behinderung – ist ein höchst aktuelles und sensibles Thema.“

Schließlich leitet Pühl die Ansprechstelle für sexualisierte Gewalt der Landeskirche. Die Ansprechstelle bietet Beratung und Hilfe bei Vorkommnissen sexualisierter Gewalt im kirchlichen Bereich. Betroffene, Angehörige von Betroffenen und Zeugen einer Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung im kirchlichen Bereich können sich vertraulich an die Ansprechstelle wenden.

Hinweis:

Das Büro für Chancengerechtigkeit ist erreichbar unter:
Tel: 089 5595 522
Email: barbara.puehl@elkb.de


07.11.2017 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher