Pressemitteilung vom 06.10.2017

Landeskirchenrat lässt Kaufangebot für Tagungshaus Wildbad Rothenburg prüfen

Dem Landeskirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern liegt ein Kaufangebot für das Tagungshaus Wildbad Rothenburg vor

Der Landeskirchenrat hat nach eingehender Beratung entschieden, das Angebot ernsthaft zu prüfen. Außer einem „Ja“ oder „Nein“ zum Verkauf ist auch eine Kooperation mit dem künftigen Eigentümer denkbar, bei der das Wildbad zu einem Teil weiterhin für kirchliche Zwecke genutzt würde.

Vor einem Beschluss des Landeskirchenrats sollen die Beteiligten vor Ort angehört werden. Damit wird sichergestellt, dass alle Argumente für oder gegen einen Verkauf bedacht werden. Diese Beteiligung und offene Kommunikation bringt allerdings auch eine mehrmonatige Phase der Entscheidungsfindung mit sich.

Das Wildbad stellt sich dank des Engagements der Mitarbeitenden heute als eine moderne, besucherorientierte Tagungsstätte dar, die alle Gäste offen und gastlich empfängt und zugleich klar evangelisch erkennbar ist. Die Öffnung des Hauses über die traditionellen Beleger wie Kirchenvorstände, Konfirmanden, Gemeindegruppen, Johanniter und Diakonie hinaus führten zu einer festen Verankerung in der Region. Ferner hat sich das Wildbad durch das Thema „Wirtschaftsethik“ profiliert. Auch die wirtschaftliche Lage hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Trotzdem entstehen durch den laufenden Betrieb des Wildbades jährlich erhebliche Kosten für den landeskirchlichen Haushalt.

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Maßgeblich für die Bereitschaft des Landeskirchenrats, das Kaufangebot dennoch genauer zu prüfen, sind drei Faktoren:

Zum einen Option, das Haus weiterhin für kirchliche Aktivitäten nutzen zu können.


Zweitens die „Großwetterlage“ der landeskirchlichen Immobilien. Eine Erhebung des mittel- und langfristigen Instandhaltungsbedarfs der vielen landeskirchlichen, zum Teil historischen Gebäude zeigt,  dass künftig entweder Haushaltsmittel substantiell zulasten anderer Bereiche in Richtung Immobilienerhalt verschoben werden müssen oder der Gebäudebestand konzentriert werden muss.


Wichtig war auch  die Bereitschaft des möglichen Käufers, sich vertraglich zu der dauerhaften Weiterbeschäftigung der Mitarbeitenden, zur dynamischen Fortschreibung des derzeitigen Lohnniveaus und zu substantiellen Investitionen in das Gebäude zu verpflichten.

Sowohl bei einer Fortführung des Status quo als auch bei einem Verkauf oder einer Kooperation wird das Wildbad den Mitarbeitenden ein sicherer Arbeitsplatz und seinen Gästen eine attraktive Tagungsstätte bleiben. Alle bestehenden Reservierungen im Wildbad bleiben von diesem Prozess unberührt.


06.10.2017 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher