Pressemitteilung vom 02.05.2016

Arbeit ist Teilhabe an Gottes Schöpferhandeln

Landesbischof Bedford-Strohm predigt am 1. Mai in Ingolstadt

Mit ihrer Arbeit verdienen Menschen nicht nur ihren Lebensunterhalt, sondern haben auch Anteil an Gottes Schöpferhandeln, so der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm in seiner Predigt am Sonntag, 1. Mai, in der St. Matthäuskirche in Ingolstadt.

„Wenn Menschen etwas tun, um dem Gemeinwesen zum Blühen zu verhelfen, dann ist das Gottes Berufung“, betonte der Landesbischof. Dabei gebe es keinen Rangunterschied zwischen den Berufen. „Wenn jemand die Toiletten sauber macht“, sei damit dem Gemeinwesen „mindestens ebenso gedient“ wie durch den Vortrag eines Visionärs. Arbeit bedeute auch Teilhabe an der Gesellschaft, so der Landesbischof.

Mehr zum Thema

„Eine sinnerfüllte Arbeit gehört zu den wichtigsten Faktoren eines erfüllten Lebens“. Darum sei Arbeitslosigkeit für viele Menschen so schlimm. Hier sehe er eine Gefahr bei dem derzeit diskutierten bedingungslosen Grundeinkommen, sagte Bedford-Strohm. Das bedingungslose Grundeinkommen könne „ein Segen sein“, wenn es dazu diene, „die materielle Basis dafür zu haben, sich ohne Erwerbsarbeit in die Gesellschaft einzubringen“. Doch es könne auch das Gegenteil bewirken, „wenn es dazu dient, Menschen, die man für nicht leistungsfähig hält, mit ein bisschen Geld ruhigzustellen und ins Abseits zu schieben“, warnte der Landesbischof. Denn nach wie vor sei „die Erwerbsarbeit neben der ehrenamtlichen Arbeit ein zentrales Element gesellschaftlicher Teilhabe“.

02.05.2016 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher