Pressemitteilung vom 8.7.2014

40 Jahre Umweltarbeit in der bayerischen Landeskirche

Festveranstaltung am 19. Juli mit Oberkirchenrat Bierbaum und Umweltminister Huber in Fürth

Seit 40 Jahren gibt es die institutionell verankerte Umwelt- und Klimaarbeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Das Jubiläum wird mit einer Festveranstaltung am Samstag, 19. Juli, in der Fürther Kirche St. Paul gefeiert.

Für Oberkirchenrat Detlev Bierbaum ist das kirchliche Engagement in der Umwelt- und Klimaarbeit verankert im Auftrag Gottes an die Menschen, die Möglichkeiten der Schöpfung zu nutzen und sie gleichzeitig für die nachfolgenden Generationen zu bewahren. Bierbaum: „Wir dürfen nicht einfach unbeschwert auf Kosten anderer Länder und der nachfolgenden Generationen leben. Immer mehr Menschen begreifen das.“

Über die aktuelle Bedeutung kirchlicher Umweltarbeit diskutieren am 19. Juli ab 14.45 Uhr unter Moderation von Pfarrerin Ulrike Schorn:

  • Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel
  • Ministerialdirigentin Monika Kratzer (Umweltministerium)
  • Sebastian Schoenauer (stellv. Vorsitzender des Bund Naturschutz)
  • Christof Illig (landeskirchliches Baureferat)
  • Pfarrer Wolfgang Schürger (Umweltbeauftragter der bay. Landeskirche)

Die Predigt im Festgottesdienst um 16 Uhr hält Oberkirchenrat Detlev Bierbaum. Beim Empfang im Anschluss wird u.a. ein Grußwort des bayerischen Umweltministers Marcel Huber erwartet.

Meilensteine in der Umweltarbeit der bayerischen Landeskirche: Im Mai 1974 wurde mit Siegfried Pallmann der erste Umweltbeauftragte der bayerischen Landeskirche berufen. Verschmutze Luft und Gewässer, das Waldsterben und die Risiken der Kernkraft waren die zentralen Themen in den ersten Jahren.

Pallmanns Nachfolger, der 1991 zum Umweltbeauftragten ernannte Pfarrer Reiner Hennig, stellte Artenvielfalt, ökologischen Landbau und den nachhaltigen Lebensstil in das Zentrum seiner Arbeit. Dank seiner Initiative entstand ein Netzwerk von 1000 ehrenamtlichen Umweltbeauftragten und in Thüringen wurde mit bayerischen Kirchengeldern ein Windrad errichtet mit einer Leistung von 1,3 Megawatt.

In der Diskussion um den Donauausbau rückten Fragen der umweltverträglichen Mobilität und einer Schöpfungsspiritualität in den Blick von Gerhard Monninger – Umweltbeauftragter von 2003-2009.

Schwerpunkt des derzeitigen Umweltbeauftragten Wolfgang Schürger ist die Arbeit mit Kirchengemeinden. Projekte wie der „Klimacheck Sparflamme“ und die Öko-Zertifizierung „Grüner Gockel“ helfen Gemeinden, durch sorgfältiges Heizen, sparsamen Stromverbrauch und regionales Einkaufen möglichst umwelt- und klimafreundlich zu wirtschaften.

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Neben dem Umweltbeauftragten und der Arbeitsstelle Klimacheck und Umweltmanagement engagieren sich 900 ehrenamtliche Umweltbeauftragte in den Kirchengemeinden, 52 Dekanatsbeauftragte, 14 Kirchenkreisbeauftragte, sowie 14 aktive Umweltberater für den Umwelt- und Klimaschutz im Raum der bayerischen Landeskirche.


08.07.2014 / München, Johannes Minkus, Pressesprecher