Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises 2018

Landeskirche würdigt herausragende Leistungen

Im Video: Prof. Dr Harry Oelke von der Ludwig-Maximilians-Universität München zur Bedeutung des Pechmann-Preises.

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Die bayerische evangelische Landeskirche verleiht 2018 den Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preis.

Bild: ELKB

Mit dem Wilhelm-von-Pechmann-Preis zeichnet die Landeskirche herausragende Leistungen in der historisch-wissenschaftlichen Aufarbeitung zur Rolle der Kirche während des Nationalsozialismus, aus.

In der Münchner Erlöserkirche werden heute Abend, Donnerstag, 8. Februar, die diesjährigen Preisträger des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises ausgezeichnet.

Mit diesem Preis würdigt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern herausragende Leistungen in der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus und der Rolle der Kirche in dieser Zeit. Der Preis ist in diesem Jahr mit 15.500 Euro dotiert.


Die Preisträger 2018 sind:

Preisträger in der Kategorie „Wissenschaft“ (je 3.000€)

  • Dr. Hans Rößler: Nationalsozialismus in der fränkischen Provinz. Neuendettelsau unterm Hakenkreuz. Neustadt/Aisch 2017.
  • Dr. Rebecca Scherf: Evangelische Kirche und Konzentrationslager 1933 bis 1945. Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

in der Kategorie „Publizistik“ (je 3.000€)

  • Nancy Brandt: „‘Seine Kirche aber schwieg‘. Zum 75. Todestag des evangelischen Kirchenjuristen und NS-Opfers Martin Gauger“. Bayern 2. Evangelische Perspektiven. Ausstrahlung am 20. November 2016; und „Seine Kirche aber schwieg.“ Bayerisches Fernsehen. Stationen. Ausstrahlung am 16. November 2016.
  • Julia Fritzsche / Sebastian Dörfler: Das Pogrom von Hoyerswerda: Eine Reise in die Gegenwart. Bayern 2. Hörbild und Feature. Sendung vom 17. September 2016.
  • Monika Greier: Zwangssterilisation und das Verhalten der Gehörlosenseelsorge – Schritte zur Aufarbeitung. Die evangelische Gehörlosenseelsorge und das „Wort an die erbkranken evangelischen Taubstummen“ von 1936. Schuld und Verantwortung. In: Das Zeichen. Zeitschrift für Sprache und Kultur Gehörloser 105(2017), S. 6-18.

Sonderpreis in Höhe von 500 €

  • Maria Merz: Dr. Heinrich Maier – Ein Wiener Geistlicher im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Vorwissenschaftliche Arbeit. Klasse 8b, Döblinger Gymnasium Wien, Betreuerin: Ursula Pleschko. 12. Februar 2016.

Gespannt dürfen die Preisträger auf Ihre Laudationes sein, mit denen die Jurymitglieder ihre Arbeiten würdigen. Neben der Begrüßung durch die Juryvorsitzende Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler werden zudem die Grußworte von Peter Meyer, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, und von Kultusminister Dr. Ludwig Spänle sowie ein Wort der Präsidentin der Landessynode, Annekathrin Preidel, erwartet. Die musikalische Umrahmung gestaltet das E.T.A. Hoffmann-Trio.

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Gestiftet wurde der Preis zum Gedächtnis an Wilhelm Freiherr von Pechmann (1859-1948), den ersten gewählten Präsidenten der Evangelisch-Lutherischen Generalsynode in Bayern. Er war von Beruf Bankdirektor und bekleidete internationale Ehrenämter in Wirtschaft und Kirche. Von Pechmann war ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Der Preis ehrt seine Verdienste um Humanität, Christentum und Kirche sowie sein Eintreten für jüdische Mitbürger.


08.02.2018 / ELKB