Vorsitz in der Evangelischen Jugend

Paula Tiggemann folgt Patrick Wolf

Die neue Vorsitzende der Evangelischen Jugend in Bayern: Paula Tiggemann

Freut sich auf ihre neuen Aufgaben: die Vorsitzende der Evangelischen Jugend, Paula Tiggemann

Bild: EJB

Sie ist das neue Gesicht der Evangelischen Jugend: Paula Tiggemann ist seit Oktober Vorsitzende der EJB. In einem festlichen Gottesdienst im Heilsbronner Münster wurde sie in ihr Amt eingeführt.

Evangelische Jugendarbeit ist der neuen Vorsitzenden eine Herzensangelegenheit. Nachdem Patrick Wolf das Amt aus beruflichen Gründen vorzeitig abgegeben hatte, wurde die Nürnbergerin bei der Vollversammlung der Landesjugendkammer zu seiner Nachfolgerin gewählt.

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Paula Tiggemann studiert Soziale Arbeit in Nürnberg. Jugendarbeit kennt sie aus unterschiedlichen Perspektiven. Über den Arbeitskreis Frauen und Mädchen hat sie Kontakt zur Landesebene bekommen, wurde in die Landesjugendkammer und dann in den Geschäftsführenden Ausschuss gewählt. Der Glaube ist für Paula Tiggemann die Basis und die Motivation, sich für Kinder und Jugendliche und ihre Welt und Zukunft einzusetzen. Sie ist überzeugt, dass dieses christliche Profil die EJB von andern Jugendverbänden unterscheidet und es sich lohnt, dieses in unterschiedlichen Kontexten und politischen Gesprächen einzubringen. Bayern-evangelisch.de hat sie zu ihrem neuen Amt befragt.

Frau Tiggemann, was hat Sie dazu bewogen, das Amt der Vorsitzenden der Evangelischen Jugend in Bayern (EJB) zu übernehmen?

Paula Tiggemann: Ich bin schon lange in der Evangelischen Jugend aktiv und als klar war, dass mein Vorgänger Patrick Wolf den Vorsitz abgeben wird, haben mich viele Menschen darauf angesprochen und mir dieses Amt zugetraut. Zu wissen, dass die Menschen an meiner Seite mich unterstützen, gibt mir viel Kraft für die kommende Arbeit. Ich freue mich auf diese Herausforderung und bin sicher, dass wir zusammen viel bewirken können.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung, vor der die Evangelische Jugend in den nächsten Jahren steht?

Paula Tiggemann: Unsere gesamte Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen, denen wir uns als christlicher Jugendverband auch stellen wollen: Wir erheben unsere Stimme gegen den zunehmenden Hass, z.B. durch unsere Aktion gegen „hatespeech“ in den sozialen Netzwerken; auch die Integration junger Geflüchteter liegt uns sehr am Herzen. Die Veränderung des Ehrenamts ist außerdem ein großes Thema bei uns: Langfristiges Engagement wird für junge Menschen aus unterschiedlichen Gründen immer schwieriger. Diese Entwicklung müssen wir im Blick behalten und kreative Konzepte und Lösungen dafür finden.

Bei welchem Thema schlägt Ihr Herz?

Paula Tiggemann: Ich glaube fest daran, dass Gott die Menschen gleich geschaffen hat. Deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit mich dafür einzusetzen, dass alle Menschen in unserer Gesellschaft die gleichen Chancen bekommen. Ich möchte ganz bewusst auch Sprachrohr sein für diejenigen, die nicht so laut schreien können, damit wir mehr Gerechtigkeit erreichen, wie zum Beispiel beim Thema Armut, Geschlechtergerechtigkeit oder Integration.

Und unmittelbar: Was steht für die EJB 2017 an?

Paula Tiggemann: 2017 steht für uns auch das große Reformationsjubiläum an, für das wir schon lange mitten in den Vorbereitungen sind. Unter dem Titel „Reformation reloaded“ möchten wir bayernweit zum 01.07.2017 um 17 Uhr 95 Thesen der Jugend veröffentlichen. Bis zum 1.März ist jede und jeder herzlich eingeladen unter www.mitmachen.ejb.de eine These hochzuladen und somit anzustoßen, was verändert werden soll in Kirche, Gesellschaft oder Politik. Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis!

Was ist Ihre persönliche These zur Reformation?

Paula Tiggemann: Es gibt so viel, was verändert werden müsste, aber das wichtigste ist für mich, dass Kinder und Jugendliche unsere Zukunft sind und deshalb ihre Meinung viel mehr gehört werden sollte. Ihnen muss die Freiheit und die Möglichkeit gegeben werden ihre Zukunft selbst zu gestalten!


06.12.2016 / ELKB