Würzburg

"Wo die Ideen wachsen"

Landesgartenschau Würzburg 2018

Eine Gartenoase in Würzburg.

Bild: Angie Wolf/Landesgartenschau Würzburg 2018 GmbH

Mit einem Festakt wird am 12. April die Landesgartenschau in Würzburg eröffnet. Die Leistungsschau unter dem Motto "Wo die Ideen wachsen" im neuen Stadtteil Hubland dauert bis zum 7. Oktober. 

Die Festrede hält Ministerpräsident Markus Söder (CSU), anschließend führt Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) die prominenten Gäste sowie die Presse über das Gelände. Bei der von den beiden großen christlichen Kirchen errichteten "Trinitatis"-Kapelle werden die evangelische Würzburger Dekanin Edda Weise und der katholische Weihbischof Ulrich Boom einen Segen sprechen.

Die Kapelle ist eine in sich verschobene Pyramide mit kleinen Schlitzen und Löchern an Seiten und Spitzen. Das Gebäude wurde gemeinsam von katholischer und evangelischer Kirche gebaut – und während der Landesgartenschau 2018 in Würzburg wird es zum Ort aller Religionen. Täglich soll es in der Kapelle ökumenische Impulse und jeweils sonntags auf der Bühne verschiedenkonfessionelle und teilweise ökumenische Gottesdienste geben.

Mehr zum Thema

Die Religionsgemeinschaften tragen mehr als 380 Veranstaltungen zur Landesgartenschau bei. Dabei überwiegen naturgemäß die christlichen Themen - 147 der geplanten Veranstaltungen sind ein täglicher Impuls zur Mittagszeit, der von 50 Sprecherinnen und Sprechern übernommen wird. Zwei Veranstaltungen sind als muslimisch gekennzeichnet, acht weitere buddhistisch. Hinzu kommen Diskussionsrunden, zu denen dann alle in Würzburg vertretenen Weltreligionen Vertreter entsenden - auch die Israelitische Kultusgemeinde Würzburgs, deren Vorsitzender Josef Schuster auch Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland ist.

Die Würzburger Landesgartenschau ist - anders als viele Vorgänger-Ausstellungen - kein Landschafts-, sondern ein Stadtpark. Im neuen Stadtteil Hubland wird das Gartenschaugelände auch von mehreren Wohnblocks durchzogen. Am Hubland sollen zentrumsnah in Zukunft rund 4.000 Menschen wohnen, leben und arbeiten. Der neue Stadtteil besteht größtenteils aus der zuletzt von US-Amerikanern genutzten Kaserne "Leighton Barracks" im Osten der Stadt. Inhaltlich thematisiert die Schau auch die teils noch unbekannte Geschichte des Hügelzuges: Dort starteten früher zum Beispiel auch Flugzeuge und Zeppeline.

Zuletzt fand 1990 eine Landesgartenschau in Würzburg statt, damals kamen knapp 2,5 Millionen Besucher, um das neu gestaltete Umfeld der barocken Festung Marienberg zu bewundern. Mit derartigen Massen rechnen die Landesgartenschau-Macher diesmal aber nicht - der "Markt" für Gartenschauen habe sich in den fast 30 Jahren komplett verändert.
 


11.04.2018 / Landesgartenschau 2018