Landesausstellung in Coburg

"Ein authentisches Erlebnis"

Bis November ist die Landesausstellung noch in Coburg zu sehen. Impressionen von Axel Mölkner-Kappl

Im ersten Monat hat die Bayerische Landesausstellung 2017 "Ritter, Bauern, Lutheraner" bereits rund 30.000 Besucher in die Veste Coburg und die St.-Moriz-Kirche gelockt.

Seit Eröffnung seien bis nach dem Pfingstwochenende 17.369 Besucher in der Schau auf der Veste sowie 12.395 in der Begleitausstellung in der evangelischen Stadtpfarrkirche St. Moriz gezählt worden, teilte das Haus der Bayerischen Geschichte am Mittwoch mit.

Direktor Richard Loibl und die Mitveranstalter der Landesausstellung äußerten sich "außerordentlich stolz" darüber, dass die Verknüpfung von Ausstellung und historischen Originalschauplätzen so gut aufgehe. "Gerade die Verbindung von Landesausstellung, evangelisch-lutherischem Gottesdienst und Kirchenmusik ermöglicht den Besuchern ein authentisches Erlebnis in einem der architektonisch interessantesten Kirchenräumen Nordbayerns", so Loibl.

Wirkungsgeschichte des Reformators

Die Landesausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner" vom 9. Mai bis zum 5. November ist der zentrale Beitrag des Freistaats Bayern zum 500. Reformationsjubiläum. Auf der Veste Coburg wird ein Panorama der Zeit um und nach 1500 präsentiert, bei dem nicht Martin Luther als Person im Mittelpunkt steht, sondern seine Wirkung auf das Heilige Römische Reich deutscher Nation, insbesondere in Süddeutschland. Eine Begleitausstellung in der evangelischen Coburger Stadtkirche St. Moriz widmet sich dem lutherischen Glauben seit der Reformation bis in die Gegenwart.

Coburg gilt neben Augsburg als die bedeutendste bayerische Lutherstadt. Auf der Veste Coburg lebte Martin Luther im Jahr 1530 während des Augsburger Reichtstags mehrere Monate lang, arbeitete an seiner Bibelübersetzung und verfasste mehrere Schriften.


12.06.2017 / epd/amk