Welt-Aids-Tag

Kondome vom Taxifahrer

Welt-Aids-Tag

Mit diesen Aufklebern sind in der kommenden Woche rund 300 Taxis in Nürnberg dekoriert.

Bild: Stadtmission Nürnberg

Nürnberger Taxifahrer sorgen sich in mehrfacher Hinsicht um die Verkehrssicherheit ihrer Gäste. In Kooperation mit der AIDS-Beratung Mittelfranken werden 3 000 Kondome an die Passagiere verteilt.

Die Aids-Beratung der Stadtmission Nürnberg und die Nürnberger Taxi-Zentrale wollen gemeinsam Menschen für das Thema Aids, sensibilisieren, teilte die Stadtmission Nürnberg mit. Man werde mit der Aktion Geschäftsleute, Familienväter oder junge Leute gleichermaßen erreichen, sagte Katrin Strohhöfer, Leiterin der Aidsberatung Mittelfranken. Safer Sex sei kein Nischen- oder Schmuddelthema, sondern betreffe die gesamte Bevölkerung. Wolfgang Ziegler, Vorstand der Taxi-Zentrale Nürnberg, erklärte, die Aktion passe in die Taxis. "Hier spielt sich das ganz normale Beziehungsleben von Menschen ab und genau da macht es Sinn, über HIV zu reden.“ In der Taxizentrale sind nach eigenen Angaben 300 private Taxiunternehmen mit 500 Wagen organisiert. Sie fahren pro Jahr etwa fünf Millionen Gäste. 

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Obwohl AIDS in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit nur noch wenig thematisiert wird, erkranken immer noch jährlich 700 Menschen in Deutschland an der Immunschwäche HIV. Weitere 2000 Menschen - Heterosexuelle ebenso wie Homosexuelle - infizieren sich jährlich neu. Die Diakonie in Bayern bietet in den AIDS-Beratungsstellen Erstberatungen und Informationsgespräche an. Kern unserer Arbeit ist vor allem die Beratung der Menschen, die bereits von HIV und AIDS betroffen sind, sowie deren dauerhafte Begleitung im durch die Krankheit geprägten Alltag.

Die AIDS-Beratung Mittelfranken ist eine Einrichtung der Stadtmission Nürnberg. Neben Infoaktionen rund um den Welt-AIDS-Tag organisiert das Team ganzjährig Workshops, Vorträge und Aktionen bei öffentlichen Großveranstaltungen, bei denen über sexuell übertragbare Erkrankungen und über den Schutz vor Infektionen aufgeklärt wird.


28.11.2018 / Stadtmission Nürnberg/epd