Integriertes Klimaschutzkonzept

Bierbaum: Landeskirche will Zeichen setzen

Wie viel bereits für den Klimaschutz getan wird, zeigte Oberkirchenrat Bierbaum mit einem Film über die Kirchengemeinde Solln. (Video: Mölkner-Kappl)

„Klimaschutz ist überlebenswichtig!“ Auf der Frühjahrstagung der Landessynode in Schwabach hat Oberkirchenrat Detlev Bierbaum über den Stand des integrierten Klimaschutzkonzepts informiert.

Aktiv gelebte Umwelt- und Klimaverantwortung einer Gemeinde sei missionarische Kirche griff der Oberkirchenrat das Schwerpunktthema der Synodaltagung auf, denn sie wirke in das Stadtviertel, in den öffentlichen Raum hinein und aktiviere Menschen – gerade oft Männer –, sich in der Kirchengemeinde mit diesem Thema zu engagieren.

Erfolgreiche Beispiele bündeln

Auf der Frühjahrssynode 2017 in Coburg habe die Landessynode den Beschluss gefasst, ein Integriertes Klimaschutzkonzept erstellen zu lassen. Dies sie kein Projekt neben anderen. Denn es biete die Chance, die vielen, bereits existierenden positiven und erfolgreichen Beispiele wie die energetische Sanierung kirchlicher Gebäude oder die Initiativen „Klimacheck Sparflamme“ und „Grüner Gockel“ zu bündeln, um sie für die Breite der Landeskirche fruchtbar zu machen. Im Entwicklungsprozess würden die vielen guten Erfahrungen ausgewertet und daraus Impulse entwickelt, „die in die Breite unserer Landeskirche motivierend wirken werden, um schädliche Emissionen weiter zu reduzieren.“

Über die abzuleitenden Maßnahmen und deren finanziellen Implikationen müsse noch beraten werden, so Bierbaum. Zwar würden Umsetzungsmaßnahmen durch staatliche Zuschüsse gefördert; dennoch bleibe immer eine Eigenbeteiligung. „Einen Automatismus kann es an dieser Stelle nicht geben.“

Fertigstellung bis zur nächsten Frühjahrssynode

Gesprächsrunde zum Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept werde stark aus Bundesmitteln gefördert, betonte Bierbaum: So trüge der Bund etwa 65 Prozent der Ca. 122.000 € Gesamtkosten. Die Eigenmittel seien im Juli abteilungsübergreifend zur Verfügung gestellt worden. Mit der sustainable AG, einer Münchner Beratungsfirma, habe die Landeskirche einen auf diesem Feld erfahrenen Partner gefunden. Diese Firma, die auch kommunale und privatwirtschaftliche Unternehmen zu ihren Kunden zählt, verfüge über eine große Erfahrung mit Nachhaltigkeitskonzepten und sei in der Lage, die ambitionierten Zeitvorgaben der Bundesregierung zu erfüllen.  Auf der Frühjahrssynode in Lindau solle das fertige Klimaschutzkonzept vorgelegt werden.

In dem Bemühen um ein Integriertes Klimaschutzkonzept stehe die ELKB nicht allein, so Bierbaum. Sie reihe sich vielmehr ein in eine Kette von 12 Gliedkirchen der EKD und etlicher Kommunen, die bereits ein integriertes Klimaschutzkonzept entwickelt hätten. In einer Gesprächsrunde mit dem Projektverantwortlichen Kirchenrat Ingo Schurig, dem Projektleiter und Referent für Umwelt- und Klimaarbeit in der ELKB,  Dr. Wolfgang Schürger und der Synodalen Betty Mehrer berichtete Dr. André Witthöft-Mühlmann, Büro für Umwelt und Energie der Evangelischen Kirche in Baden vom Klimaschutzkonzept seiner Landeskirche, das bereits seit 2009 existiert.


18.04.2018 / ELKB