Kirchenvorstandswahl 2018

Große Beteiligung an der Kirchenvorstandswahl

Annekathrin Preidel Heinrich Bedford-Strohm Kirchenvorstandswahl mit Wahlfisch

Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm freuen sich über die gute Wahlbeteiligung und gratulieren herzlich!

Bild: McKee

Am vergangenen Sonntag wurde in den bayerischen Kirchengemeinden der Kirchenvorstand, also das Leitungsgremium, gewählt. 27 Prozent der Kirchenmitglieder gaben ihre Stimme per Brief oder vor Ort ab.

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm freute sich sehr über die große Beteiligung an der Kirchenvorstandswahl. „Ich danke allen, den Gewählten und den Nicht-Gewählten, herzlich für ihre Bereitschaft, ihre Zeit und ihre Energie in den Dienst unserer Kirche zu stellen. An diesem Engagement zeigt sich: unsere Kirche hat viel Kraft. Die Quelle dieser Kraft ist Jesus Christus. Er wird uns auf einen guten Weg in die Zukunft führen.“

Präsidentin der Landessynode Annekathrin Preidel gratulierte den Gewählten und dankte allen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich zur Wahl gestellt hatten, sehr herzlich. Ohne Kirchenvorstände „geht nichts“, betonte Preidel. Die Wahl der Kirchenvorstände sei Ausdruck der reformatorischen Erkenntnis des Priestertums aller Getauften. Die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher bestimmen „den Kurs der Kirchengemeinde“, gestalten das „Netzwerk der Kirchengemeinden“ und „übernehmen nicht nur vor Ort Verantwortung, sondern haben auch Einfluss auf die Leitung ihrer Landeskirche“, denn die KirchenvorsteherInnen werden im kommenden Jahr die Mitglieder der Landessynode wählen, so Preidel.

 

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Wahlbeteiligung deutlich gestiegen

Wahlberechtigt war jedes evangelische Kirchenmitglied ab 16 Jahren, wer konfirmiert ist, konnte schon mit 14 Jahren wählen, insgesamt 2.069.812 Evangelische in Bayern in 1528 Kirchengemeinden. Die Wahlbeteiligung bei den Kirchenvorstandswahlen am vergangenen Sonntag liegt mit rund 27 Prozent rund 35 Prozent über dem Wert vor sechs Jahren. Damals gingen 19,9 Prozent aller Wahlbereichtigten zu den Urnen. Die höchste Wahlbeteiligung gab es in der jüngsten und ältesten Altersgruppe: Bei den 14-bis 16jährigen waren es 35 Prozent, bei den über 60jährigen hatten 34 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Die niedrigste Wahlbeteiligung fand sich in der Altersgruppe von 20-40 Jahren mit 15 Prozent.
 
Eine besonders deutliche Steigerung war im Kirchenkreis München zu beobachten: Hier stieg die Wahlbeteiligung von 12,8 Prozent im Jahr 2006 auf 18,9 Prozent und im Kirchenkreis Augsburg von 15,8 Prozent vor sechs Jahren auf 23,0 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag im Kirchenkreis Regensburg bei 20,7 Prozent (2012: 15,2 Prozent), im Kirchenkreis Nürnberg bei 27,7 Prozent (2012: 20,1 Prozent), im Kirchenkreis München bei 18,9 Prozent (2012: 12,8 Prozent), im Kirchenkreis Bayreuth bei 33,2 Prozent (2012: 25,4 Prozent), im Kirchenkreis Augsburg bei 22,6 Prozent (2012: 15,8 Prozent) und im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg bei 34 Prozent (2012: 25,9 Prozent).

Briefwahl ein großer Erfolg

Zum ersten Mal in der bayerischen Landeskirche hatten die Wahlberechtigten in allen Kirchengemeinden vorab die Briefwahlunterlagen erhalten. Das wurde auch kräftig genutzt: Rund 75 Prozent der Wählerinnen und Wähler gaben ihre Stimmen per Briefwahl ab.

Eine weitere erfreuliche Quote: Nur 0,6 Prozent der Stimmen waren ungültig. Der Anteil der nichtigen Stimmen (Briefwahl ohne Wahlschein) lag mit 3,6 Prozent erheblich niedriger als vor sechs Jahren (damals 20,6 Prozent).

Gratulation an die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher

17.237 Kandidatinnen und Kandidaten standen zur Wahl für 8.830 Sitze. Ein Drittel der Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher wurden neu gewählt, zwei Drittel sind wiedergewählt worden. Etwas angestiegen ist der Anteil der Frauen auf 53 Prozent im Vergleich zu 49 Prozent vor sechs Jahren. Etwa 2000 Personen werden noch berufen. Die Namen der neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher für die Jahre 2018 bis 2014 können Sie auf den Webseiten der jeweiligen Kirchengemeinde einsehen.

Der Kirchenvorstand ist für sechs Jahre gewählt. Die neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher treten ihr Amt offiziell zum neuen Kirchenjahr am 1. Advent an.

(Alle o.g. Zahlen basieren auf den Meldungen aus 1225 von 1489 Kirchengemeinden)

 


23.10.2018 / ELKB