Ökumenischer Kirchentag in Erding

"Suchet der Stadt Bestes"

Stadtansicht Erding

Ein Wochenennde lang verwandelt sich die Stadt Erding in eine Kirchentagsmeile - mit Buden, Podiumsdiskussion und Livemusik.

Bild: Creative Commons

Ökumenische Gottesdienste, Livemusik, Podiumsdiskussion, Workshops und Infostände - mit einem bunten ökumenischen Kirchentag begeht die Stadt Erding vom 15. - 17. September das Reformationsjubiläum.

Unter dem biblischen Motto "Suchet der Stadt Bestes!" (Jer 29,7) verwandelt sich die Stadt Erding drei Tage lang in eine Festmeile, bei der Christen aller Konfessionen gemeinsam danach suchen, was sie sich für ihre Stadt wünschen und wie sie diese lebenswert gestalten wollen.

Mit einem Konzert in der Neuapostolischen Gemeinde (15. September, 20 Uhr) und einer Taizénacht in der Heilig-Geistkirche wird der Kirchentag am Freitag eröffnet. Am Samstag dann herrscht in der ganzen Stadt ein munteres Treiben: Auf einer Bühne am Schrannenplatz gibt es stündlich wechselndes Programm - von Livemusik über einer Modenschau des Weltladens und einem Poetry-Slam bis zu Improtheater. Mit dabei sind der Songpoet Andi Weiss, zahlreiche Musiker und Bands aus Erding sowie die neu gegründete Jugendband des Dekanats.

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Am Grünen Markt haben die Pfadfinder ein "Zelt der Weltreligionen" aufgeschlagen, die Stadtbibliothek zeigt eine Ausstellung zum Thema "Glauben", Kichen und Musseen bieten Führungen an. Mit Buden und  Aktionen informieren kirchliche Verbände und Institutionen an zentralen Straßen und Plätzen über ihre Arbeit. Weltladen, Hospizverein und Nachbarschaftshilfe öffnen ihre Türen.

Herzstücke des Samstags sind eine Podiumsdiskussion zum Thema „Religion – Polarisierung der Gesellschaft oder Hilfe zur Integration“, die von Werner Reuss, Leiter des Programmbereichs "Wissen und Bildung" beim BR, moderiert wird (16-18 Uhr), sowie um 19 Uhr ein ökumenischer Festgottesdienst mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Weihbischof Bernhard Haßlberger und Vertretern der Neuapostolischen und der evangelischen Freikirchlichen Gemeinde in der Stadtpfarrkirche St. Lorenz.

Zitat

Die Kirchen tragen dazu bei, das historische Erbe der Stadt wach zu halten, die schönen gewachsenen Traditionen der Stadtgesellschaft zu pflegen und an die heutige Zeit anzupassen. Die Kirchen sorgen auch für die Zukunft der Stadt. Denn sie bieten den vielen Kindern und Jugendlichen Erdings Orientierung und Werte an. Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Vergebungsbereitschaft und das Wissen um Gottes Liebe sind ein tragfähiges Fundament, auf dem die jungen Menschen ihr Leben aufbauen können."

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler

Für Jugendliche ist unter anderem ein Aktionsnachmittag mit der Regionalbischöfin geboten, für Kinder gibt es einen Kinderbibeltag "Miriam haut auf die Pauke" und ein Figurentheater. Am Sonntag endet der Kirchentag mit einem Abschlussgottesdienst und anschließendem Agape-Mahl in der evangelischen Erlöserkirche.

In ihrem Grußwort zum Kirchentag beglückwünscht Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die zusammen mit Kirchenvertretern anderer Konfessionen als Schirmherrin auftritt, die Erdinger zu ihrem Kirchentag: "Sie werden ein inspirierendes und den Glauben stärkendes Wochenende erleben." Max Gotz, Oberbürgermeister der Stadt Erding, freut sich über den Kirchentag und wünscht sich, dass ein Zeichen der Toleranz davon ausgeht - auch gegenüber Angehörigen anderer Religionen. "Das Phänomen, den Glauben der Menschen für eine Ideologie der Macht zu missbrauchen, ist wahrscheinlich so alt wie die Weltreligionen selbst. Dagegen sollten wir ein Signal setzen. Der ökumenische Kirchentag bietet die beste Gelegenheit."


13.09.2017 / ELKB