Landestagung "Kirche mit Kindern"

Fortbildung und "jede Menge Spaß"

Viele feiernde Menschen in der Kirche St. Michael in Weiden

Mit einem bewegten, lebendigen Gottesdienst ist die Landestagung Kindergottesdienst zu Ende gegangen.

Bild: Landesverband Kindergottesdienst

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Kirche St. Michael in Weiden beim Abschlussgottesdienst der Landestagung Kirche mit Kindern. Die Festpredigt hielt Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Am Ende wurde es doch kein Open-Air-Gottesdienst. Der guten Stimmung beim Abschluss der Landestagung Kindergottesdienst tat dies jedoch keinen Abbruch. "Wir hatten eine runde, schöne Tagung", berichtet Kindergottesdienstpfarrerin Susanne Haeßler. Über 500 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kindergottesdienst waren zu der Tagung gekommen und hatten sich in mehr als 30 Workshops Impulse für lebendige, zeitgemäße Gottesdienste mit Kindern geholt.

Neben Fortbildung bot die Landestagung aber auch jede Menge Spaß, z.B. beim großen Eröffnungsabend. Statt der üblichen Grußworte entlockte ein Luftballonverkäufer den Ehrengästen ihre Wünsche für den Kindergottesdienst.

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Am Samstag begeisterte Johannes Warth, Motivator und Überlebensberater aus der Hauptstadt mit seinem Vortrag "Mut tut gut" seine Zuhörerinnen und Zuhörer in der voll besetzten in der Max-Reger-Halle. Mit einem Schlagzeug aus Pappkartons und Blechdosen und einer furiosen Percussion zeigte er: nicht entmutigen lassen - auch wenn die Rahmenbedingungen schwierig sind. Und er rief dazu auf, die Chancen zu entdecken, die in Herausforderungen stecken. "Eine gute Botschaft auch für den Kindergottesdienst!" meint Susanne Haeßler.

Den Glauben weitergeben

In seiner Predigt am Sonntag bestärkte Landesbischof Bedford-Strohm die vielen ehrenamtlichen Kindergottesdienstmitarbeitenden darin, den Glauben an Kinder weiterzugeben. Dabei erzählte auch von eigenen Kindergottesdiensterinnerungen.

Es sei schwerer geworden, so der Landesbischof, heute zum Kindergottesdienst zu motivieren "angesichts der Reizüberflutung, angesichts der vielen Konkurrenzangebote, der völlig unterschiedlichen Lebensstile und Präferenzen in den Familienkulturen und des schlichten Abbruchs des grundlegenden Glaubenswissens“. Doch die „Inbrunst“ und Offenheit der Kinder etwa beim gemeinsamen Singen im Kindergottesdienst oder ein „begeistertes Zuwinken“ eines Kindes auf der anderen Straßenseite sei „jede Minute Engagement wert“ und könne den Mitarbeitern zeigen, wie wichtig der Kindergottesdienst für viele Kinder sei.

Die Arbeit im Kindergottesdienst lebe aus der Sehnsucht, dass die Reich-Gottes-Verheißungen Jesu wahr würden, sagte Bedford-Strohm, dass die Menschen trotz aller Fehler und allem Versagen von Gott mit offenen Armen empfangen würden, die Gewalt endlich überwunden, alle Tränen abgewischt und Kinder überall auf der Welt wieder unbeschwert spielen und übermütig lachen könnten.


13.06.2016 / ELKB