Kapelle am Knappenberg

Jeder packte mit an

Die Kirche mit spitzem Giebeldach wird in einem Waldstück am Knappenberg errichtet. Die Jugendlichen im Alter von 13 bis 27 Jahren packen selbst beim Bau mit an. Ein Film von Axel Mölkner-Kappl.

Eine Woche „Workcamp“: Die Evangelische Jugend Sulzbach-Rosenberg baut bei ihrem Jugendhaus Knappenberg eine eigene Kirche - mit ganz viel Engagement.

Auf dem Knappenberg bei Sulzbach-Rosenberg wird derzeit eine Kapelle in Holzbauweise errichtet. Die Idee, neben dem Jugendhaus einen spirituellen Begegnungsraum zu bauen, stammt von den Jugendlichen selbst. „Den Jugendlichen ist wichtig einen Raum zu haben, wo sie ihre Spiritualität leben können. Und dazu wollen sie auch tatkräftig anpacken“, erläuterte Bernd Deyerl, Geschäftsführer des Jugendhauses am Knappenberg.  

"Es wird ein Holzbau in quadratischer Form werden, weil es uns wichtig ist, im Kreis Andacht und Abendmahl feiern zu können. Durch den steilen Giebel wird die Kirche von weitem schon als besonderes Gebäude erkennbar sein", so formulierten die Jugendlichen in ihrer Projektbeschreibung. Die Kosten von 140.000 Euro für den Kirchenbau auf dem Knappenberg werden durch Spenden und EU-Mittel aufgebracht.

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Viele Jugendliche haben sich für die Work-Camp-Woche gemeldet und es war auch viel zu tun, so Bernd Deyerl: „Wir haben die erste Fußbodenschicht eingezogen, haben alles luftdicht verklebt. Wir haben Holzfaserplatten an die Außenfassade angebracht um diese winddicht zu machen, haben die Konterlattung angebracht und die Latten für die Schindeln eingemessen und fest genagelt. Und dann haben wir geschindelt, geschindelt, geschindelt, geschindelt, viele tausend kleine Schindeln eingepasst, angepasst und festgenagelt.“

Einen Vormittag schleppen und schrauben: Auch die Schirmherren, der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Landrat Richard Reisinger, haben in dieser Workcamp-Woche, nämlich am 3. August, den Jugendlichen beim Bau ihrer Kapelle geholfen. „Und so wurden die beiden von Thommy auf das Gerüst geschleppt und sie durften auch schindeln“, erklärte Deyerl. „Leider hat uns dann doch der Regen erwischt, aber einem richtigen Schirmherren kann das nichts anhaben, die beiden haben sich Regenjacken angezogen und haben fleißig weiter gearbeitet!“

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm bezeichnete den Kapellenbau als Vorzeigeprojekt. "Das ist ein Bild für die Zukunft. Wir müssen den jungen Leuten die Chance geben, in der Kirche mitzuarbeiten. Wenn wir ihnen etwas zutrauen, dann werden sie unsere Kirche weiterbauen", erklärte der Landesbischof. Auch Paula Tiggemann, die Vorsitzende der Evangelischen Jugend Bayern, packte mit an: „Es wird ein Raum, mit dem sich Jugendliche identifizieren, in dem sie sich wohl fühlen und in dem sie ein Stück zu Hause haben.“

Voller Dankbarkeit blicken die Jugendlichen auf eine Woche „Workcamp“ zurück. Deyerl: „Kaum  zu glauben, dass wir so viel in dieser einen Woche gepackt haben. Und alle Jugendlichen haben durch gehalten bis zum Schluss!“ Am 26. November wird Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm die Kapelle mit einem Gottesdienst einweihen.


07.08.2017 / ELKB/epd