Jugendcamp Neukirchen

Reformation: "Here, there, everywhere"

Internationales Jugendcamp Jugendliche im Gespraech

Jeder Kontinent der Erde ist bei der Jugendbegegnung vom 31. Juli bis 7. August 2017 in Neukirchen dabei.

Bild: Schremser

Reformation bringt die Welt in Neukirchen zusammen - insgesamt elf Nationalitäten sind beim internationalen Jugendcamp der Evangelischen Jugend Bayern vertreten.

Vom 31. Juli bis zum 7. August hat die Evangelische Jugend Bayern Dekanate und ihre internationalen Partnergruppen in die Jugendbildungsstätte Neukirchen nahe Coburg eingeladen. Gekommen sind rund 80 Jugendliche zwischen 13 und 27 Jahren aus den Dekanaten Altdorf, Bad Tölz, Castell und Markt Einersheim sowie Gunzenhausen mit ihren Gästen aus der ganzen Welt. Unterstützt wird das internationale Jugendcamp von der Lutherdekade Bayern und dem Bayerischen Jugendring.

Passend zum Reformationsjubiläum beschäftigen sich die Teilnehmenden mit „Reformation reloaded – here, there, everywhere“. Thema sind Fragen wie: Was macht einen Reformator/eine Reformatorin aus oder wie können wir heute mit Kreativität, Toleranz und Nachhaltigkeit die Welt verändern? „Ich habe schon mehr über Martin Luther gelernt“, sagt die 16-jährige Annalena aus dem Dekanat Altdorf. „Außerdem nehme ich mit nach Hause, dass ich aufgeschlossener bin. Und mein Englisch hat sich auch schon verbessert.“ In Workshops und Gruppenarbeiten, von der Diskussionsrunde bis zum Upcycling, tauschen sich die Jugendlichen aus – alles in der Campsprache Englisch.

Zitat

„Die größte Herausforderung sehe ich darin, eine Balance zu schaffen, damit die Teilnehmenden weder über- noch unterfordert sind. Wir wollen zusammen etwas schaffen, aber es sollen auch alle mitkommen.“

Leo, Ehrenamtlicher im Vorbereitungsteam

Von Anfang an ist Leo, 24 Jahre, als Ehrenamtlicher mit im Vorbereitungsteam des Jugendcamps. Fast zwei Jahre lang hat das Team aus Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen die Woche geplant. Jetzt, wo es läuft, findet Leo am besten, „dass sich bisher alle auf alles eingelassen haben. Wir bieten einen kleinen Impuls und die Gruppe macht dann etwas daraus.“ Doch nicht nur in den Arbeitsphasen sind die jugendlichen Teilnehmer/-innen engagiert, auch die Pausen werden fürs Miteinander genutzt. Der 18-jährige Kierren aus Malaysia ist dabei, um neue Kulturen kennenzulernen und wird nicht enttäuscht. „I like the most that we mix up with all the others. We sing songs in different languages and even if we don't understand the lyrics we sing together. It's just having fun. And I can see how everyone is getting excited when we mix the groups.“ (deutsch: "Am meisten mag ich, wenn sich die Jugendlichen aus den verschiedenen Ländern in den Gruppen mischen. Wir singen Lieder in verschiedenen Sprachen und sogar wenn wir die Texte nicht verstehen, singen wir gemeinsam. Es macht Spaß! Und ich kann erkennnen, wie jeder sich begeistert, wenn wir die Gruppen mischen."

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„Meeting new friends“ (Neue Freunde treffen) und „learning something about an other culture“ (andere Kulturen kennenlernen) stehen weit oben auf der Wunschliste der Campbesucher. Die Evangelische Jugendbildungsstätte Neukirchen bei Coburg bietet dafür den geeigneten Rahmen. Geschlafen wird zwar im Gebäude, trotzdem kommt Campfeeling auf, wenn sich die Gruppen in großen Zelten treffen, die auf dem weitläufigen Gelände der Bildungsstätte aufgestellt wurden. Für Kierren aus Malaysia ist gerade die Nähe zu Orten von Luthers Wirken interessant: „It's the anniversary of reformation, so I wanted to see the places Luther has been. And the camp brings us there. It's a one in a lifetime chance.“ (deutsch: "Es ist Reformationsjubiläum, ich möchte die Ort sehen, an denen Luther lebte. Und das Camp bringt uns hierher. Eine einmalige Chance.")

Internationales Jugendcamp Neukirchen Gruppenbild

80 Jugendliche zwischen 13 und 27 Jahren aus der ganzen Welt treffen sich beim Internationalen Jugendcamp.

Bild: Schremser

Neben einem Besuch in Coburg steht auch eine Fahrt nach Wittenberg auf dem Programm der Jugendbegegnung. Für Svenja, 20 Jahre, aus dem Dekanat Altdorf ist der Wunsch beim Camp „neue Kulturen kennenzulernen“ schon erfüllt worden: „Am besten gefällt mir, dass man sich wirklich unterhalten darüber kann, wie es bei den anderen Kulturen ist. Die Malaysier gefallen uns besonders gut. Wenn die so lachen – total süß.“ Noch bis zum 7. August haben die Teilnehmenden Gelegenheit, sich kennenzulernen und anzufreunden. Anschließend geht es bei den meisten noch in kleinerer Runde im Dekanat mit der Partnergruppe weiter und dann wieder zurück in die Heimatländer.


03.08.2017 / Daniela Schremser