Internationaler Gottesdienst in Nürnberg

"Dass alle eins seien"

Das Vorbereitungsteam für den internationalen Gottesdienst

Mindestens 16 Sprachen werden gesprochen, wenn die Evangelischen in Nürnberg am 8. Mai gemeinsam Gottesdienst feiern.

Bild: Rambe

Es wird ein vielsprachiges Fest des Glaubens: Erstmals feiern am Sonntag, 8. Mai, elf verschiedene internationale Gemeinden in Nürnberg einen gemeinsamen evangelischen Gottesdienst.  

Für Markus Hildebrand Rambe von der Projektstelle Interkulturell Evangelisch in Bayern ist dieses evangelische Glaubensfest etwas ganz Besonderes: Unter dem Motto "Dass alle eins seien... damit die Welt glaubt" (Joh 17,21) laden elf internationale Kirchengemeinden unterschiedlichster evangelischer  Prägung - von Lutheranern über Anglikaner, Presbyterianer und Baptisten bis hin zu  Pfingstgemeinden zum gemeinsamen Gottesdienst für Jung und Alt in die Nürnberger St. Jakobskirche ein. Denn - so die Überzeugung - "längst ist die 'Eine Welt' nicht mehr irgendwo weit weg, sondern mitten unter uns angekommen, auch in unserer evangelischen Nachbarschaft." Gerade im Themenjahr "Reformation und  Eine Welt" der Lutherdekade wollte das Dekanat Nürnberg dies mit der  gemeinsamen Feier zum Ausdruck bringen - und stieß bei seinen internationalen Partnern auf offene Türen.

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Seit mehreren Monaten bereitet nun ein bunt gemischtes Team den Gottesdienst vor, bei dem es - da waren sich die Veranstaltenden rasch einig - trotz aller Unterschiede auch ein gemeinsames Abendmahl geben wird. Ab 16.30 Uhr stimmt sich die Gemeinde mit Gospels und Lobpreisliedern musikalisch ein. Der  Gottesdienst selbst beginnt um 17 Uhr, danach sind alle Besucherinnen und Besucher eingeladen zur Begegnung bei Getränken und Speisen aus aller Welt.

Sprachen von Chin bis Éwé

Beteiligt an dem internationalen Fest sind unter anderem die Arabisch-Kurdische Evangelische Gemeinde, die Anglikanische Kirche, die Gemeinschaft indonesischer Christen sowie die finnische Evangelisch-Lutherische Gemeinde. Insgesamt werden in dem Gottesdienst sechzehn Sprachen zu hören sein, berichtet Hildebrandt Rambe - neben Englisch, Deutsch und Französisch auch Chin (Myanmar), Oromo (Äthiopien), Éwé (Togo) oder Persisch. Die Gemeinden freuen sich auf ein lebendiges Miteinander von Christinnen und Christen mit verschiedenen afrikanischen, amerikanischen, asiatischen und europäischen Prägungen. 

Zunächst bleibt der Gottesdienst eine einmalige Veranstaltung. Markus Hildebrandt Rambe kann sich aber durchaus vorstellen, dass es in der einen oder anderen Form eine Fortsetzung geben wird. Denn das Bedürfnis, in vielen Sprachen und Facetten gemeinsam Gottesdienst zu feiern, ist groß - auch in anderen Städten. So ist beispielsweise im Juli ein internationaler Gottesdienst in Würzburg geplant.


04.05.2016 / ELKB