Landfrauentag

Immer wieder das eigene Tun hinterfragen

Gisela Bornowski, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg

Gisela Bornowski, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg

Bild: (c) Kirchenkreis Ansbach-Würzburg / Reiner Götz

Fragen wie "Setze ich die richtigen Prioritäten im Leben?", sollte man sich nicht erst in der Krise stellen, regte Regionalbischöfin Bornowski beim Landfrauentag auf dem Hesselberg an.

Das eigene Handeln und Leben immer wieder zu hinterfragen ist der Ansbach-Würzburger Regionalbischöfin Gisela Bornowski zufolge sehr wichtig. Fragen wie "Setze ich die richtigen Prioritäten im Leben?" oder "Will ich so leben?" und "Muss ich etwas ändern?" sollte man sich nicht erst angesichts einer Krise stellen, sagte Bornowski beim Landfrauentag im Evangelischen Bildungszentrum auf dem Hesselberg. Eine Methode, das wirklich Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden, sei die eigene Grabrede selber zu schreiben. "Das klingt jetzt vielleicht etwas makaber und eigenartig", sagte sie. Es sei aber eine Hilfe.
 

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In ihrem Vortrag "Worauf es im Leben wirklich ankommt" erinnerte die Theologin daran, wie stark die Menschen heute von der Werbung beeinflusst werden. Die Werbung einer Bank, in der sich zwei alte Schulfreunde mit den Worten "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" ihre Erfolge zeigten, sei "fast sprichwörtlich geworden", worauf es für viele im Leben ankomme. Heute drehe sich Werbung oft um Fitness und Aussehen bis ins hohe Alter. "Ich will gar nicht sagen, dass Fitness, Wellness, gutes Aussehen und ein gewisser Wohlstand unwichtig wären", sagte Bornowski: "Aber sind sie wirklich so wichtig?"

Laut Bornowski ist für ein zufriedenes Leben die Beziehungspflege zentral. Wie wichtig Beziehungen für Menschen sind, "das spüren wir besonders, wenn es knirscht, wenn es Schwierigkeiten oder Konflikte in ihnen gibt". Beziehungspflege sei im christlichen Kontext Jesu' Doppel- oder vielmehr das Dreifachgebot der Liebe: Gepflegt werden müsse die Liebe zu Gott, zu den Nächsten und zu einem selbst. Wenn diese drei Beziehungen gut und stimmig seien, "dann wird uns das Zuversicht, Kraft und Freude am Leben schenken".


13.02.2019 / epd