Hospiz- und Palliativwoche

Reden über das Sterben

Hospiz- und Palliativwoche

Das Hospiz Team Nürnberg e.V. ist ein Verein der Sterbenden, Angehörigen und Trauernden durch Beratung, Begleitung und Unterstützung den letzten Lebensabschnitt im häuslichen Umfeld oder im Heimbereich ermöglichen möchte.

Bild: iStock-LPETTET

Zum zweiten Mal findet in diesem Jahr die Nürnberger Hospizwoche  statt. Vom 6. bis zum 14. Oktober sind Veranstaltungen zum Thema "Selten zu früh - manchmal zu spät" geplant.

Beim diesjährigen Veranstaltungstitel der Hospiz- und Palliativwoche "Selten zu früh - manchmal zu spät" geht es ums Reden über den Tod und das Sterben. Zum zweiten Mal veranstalten verschiedene Palliativ- Hospizeinrichtungen in Zusammenarbeit mit zahlreichen Unterstützern die Themenwoche.

Geplant sind zahlreiche  Seminare, Vorträge, Ausstellungen und Workshops rund um die Themen Begleitung, Patientenverfügung, Kommunikation und Pflege.  Der offizielle Auftakttermin wird am Samstag, 7. Oktober die  Aktion an der Straße der Menschenrechte sein. Dort soll auf die Rechte der Schwerstkranken und Sterbenden hingewiesen werden. Deren Rechte sind in der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ fixiert.

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Auf dem ältesten Friedhof der Stadt beginnt am Sonntag, 8. Oktober, um 17 Uhr der Auftaktgottesdienst der 2. Hospiz- und Palliativwoche in der St. Johanniskirche. Die Gestaltung übernehmen Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyern und Stadtdekan Hubertus Förster.

Im Foyer des Diakonischen Werks wird am Montag, 9. Oktober, die Fotoausstellung "Hier kann ich gehen" des Künstlers Wolfgang Noack eröffnet. Die 24 Bilder sensibilisieren für das das Thema Tod und Sterben und machen auf die Einrichtungen und Dienste der Diakonie Bayern im Bereich der Hospizarbeit aufmerksam.

"Sprachlos 2.0" heißt der Gottesdienst am Sonntag, 15. Oktober, der von LUX, der jungen Kirche Nürnberg, veranstaltet wird. Wenn es ernst wird und um Leben und Tod geht, fehlen oft die Worte. Sprachpoeten helfen dort, wo man vielleicht selbst sprachlos bleibt.

Aufgabe der modernen Hospizbewegung ist es, die Situation Sterbender und ihrer An- und Zugehörigen zu verbessern sowie die Integration von Sterben und Tod ins Leben zu fördern und den Tod als natürlichen Teil des Lebens begreiflich zu machen. Die Hospizbewegung soll dazu beitragen, dass in der Gesellschaft das Sterben und die Sterbenden nicht länger an der Rand gedrängt werden. Heute engagieren sich deutschlandweit über 100.000 Menschen ehrenamtlich und hauptamtlich in mehr als 1.000 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen.


04.10.2017 / Hospiz-Team Nürnberg e. V./Kerygma