Augsburg

"Mein Name ist Mensch"

Hohes Friedensfest

»Bekennen«- was bedeutet das eigentlich? Ein Bekenntnis – was ist das überhaupt? Was verbindet und was trennt am Bekennen?

Bild: Kulturamt der Stadt Augsburg

Das Augsburger Hohe Friedensfest am 8. August, ist ein offizieller Feiertag, den es nur in Augsburg gibt. Die Stadt feiert diesen Tag ab dem 23. Juli mit einem Kulturprogramm.

Mit dem diesjährigen Thema »Bekennen« knüpft das Friedensfestprogramm an das Motto des Augsburger Reformationsjubiläumsprogramm »Mutig bekennen – friedlich streiten« an. Dazu passend ist die Auftaktveranstaltung am 23. Juli um 20 Uhr ein Streitgespräch zum Thema Religion/Islam zwischen dem Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad und dem Professor für Islamische Religionspädagogik Mouhanad Khorchide zu ihrem gemeinsamen Buch: »Ist der Islam noch zu retten? Eine Streitschrift in 95 Thesen.«  

Kulturamt der Stadt Augsburg hat gemeinsam mit einer Reihe Kooperationspartnern ein umfangreiches Kulturprogramm zusammengestellt. Es umfasst um die 60 Veranstaltungen, darunter Konzerte, Theater, Lesungen, Gespräche, Filme, Ausstellungen und Kunstinstallationen, Street-Art, Führungen und Feste, die sich unterschiedlichen Facetten des Themas »Bekennen« widmen. Das Spektrum der Formate reicht dabei von Historischem zu Experimentellem, von Popkultur bis Klassik und von Unterhaltung bis Streitgespräch. Wie in den Jahren zuvor wird das Friedensfest mit einem Kulturprogramm gefeiert, das für alle Ausprägungen von Vielfalt offen ist. Das Programm  startet am 23. Juli mit der »Kleinen Friedenstafel« am Oberhauser Bahnhof (Helmut-Haller-Platz) und endet am 8. August mit der »Großen Friedenstafel« auf dem Rathausplatz Augsburg.

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Am 8. August 1650 wurde in den evangelischen Kirchen Augsburgs zum ersten Mal das Hohe Friedensfest mit festlichen Gottesdiensten gefeiert. Es wird auch in diesem Jahr mit einem  ökumenischen Festgottesdienst in St. Anna eröffnet. Danch wird gibt Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses den oder die nächste Preisträger oder Preisträgerin des Augsburger Friedenspreises bekanntgeben. Die Auszeichnung der Stadt Augsburg wird alle drei Jahre an Personen vergeben, die sich um ein tolerantes und friedfertiges Miteinander von Menschen mit unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung verdient gemacht haben.

Das Augsburger Hohe Friedensfest wird seit 1650 am 08. August 2017 begangen. Ursprünglich feierten die Augsburger Protestanten damit das 1648 durch den Westfälischen Frieden eingeleitete Ende ihrer Unterdrückung während des Dreißigjährigen Krieges. Heute ist das Friedensfest ein auf das Augsburger Stadtgebiet beschränkter gesetzlicher Feiertag, womit Augsburg die meisten gesetzlichen Feiertage in Deutschland besitzt.


17.07.2017 / Kulturamt der Stadt Augsburg