Herbstsammlung 2016

Raus aus der Überschuldung

Herbstsammlung 2016

Überschuldung ist in der gesamten Bevölkerung weit verbreitet. Die kostenfreie Hilfe der Schuldnerberatungsstellen der bayerischen Diakonie sind oft der letzte Rettungsanker.

Bild: Diakonisches Werk Bayern

Für die Angebote für überschuldete und von Überschuldung bedrohte Menschen und alle anderen bittet das Diakonische Werk Bayern anlässlich der Herbstsammlung vom 10. bis 16. Oktober um Unterstützung.

Wenn das Minus auf dem Konto zum Dauerzustand geworden ist, und die Ausgaben auf Dauer größer sind als die Einnahmen, sprechen Fachleute von Überschuldung. Das ist heute nicht mehr nur ein Problem einzelner sozialer Gruppen oder unterer Einkommensschichten, sondern ist in der gesamten Bevölkerung weit verbreitet. Nahezu jeder zehnte Erwachsene in Deutschland ist überschuldet. In Bayern waren es im Jahr 2014 in etwa 730.000 Menschen,  im Folgejahr stieg die Anzahl der Überschuldungen auf 750.000.

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Arbeitslosigkeit, ein niedriges Einkommen, gescheiterte Selbständigkeit, Krankheit, Trennung oder Tod des Partners oder der Partnerin sind die häufigsten Ursachen für den Weg in die Schuldenspirale. Eine immer größer werdende Ursache für stetige Überschuldung ist die Zunahme von Geringverdienern und Niedrigeinkommensbeziehern in den letzten Jahren. Das verfügbare Haushaltseinkommen ist dabei so knapp bemessen, dass unvorhergesehene Ausgaben wie die Reparatur des Autos oder die notwendige Ersatzbeschaffung einer Waschmaschine das Haushaltsbudget nachhaltig ins Ungleichgewicht bringen.

"Die Schuldnerberatungsstellen der Diakonie, die wir bei der Herbstsammlung 2016 in den Mittelpunkt stellen, verteilen kein Geld. Sie gleichen keine Kontostände aus. Aber sie weisen Wege aus der Schuldenfalle. Wege, die mühsam sind und viele kleine Schritte erfordern. An deren Ende aber wieder ein Leben ohne Schulden stehen kann", erklärt Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern.

Die 28 Schuldnerberatungsstellen der bayerischen Diakonie sind oft der letzte Rettungsanker. Sie bieten kostenfreie Beratung. Im Vordergrund stehen die Sicherung der Existenz der Ratsuchenden und die Hilfe zur Überwindung der sozialen und psychischen Folgen der Existenzgefährdung.

Informationen zum Thema Diakonische Sammlungen

Diakonische Sammlungen

Zwei große Sammlungen führt das Diakonische Werk jährlich in Bayern durch. Im Frühjahr und im Herbst ziehen ehrenamtlich Mitarbeitende von Haus zu Haus, sind mit der berühmten Sammelbüchse auf der Straße unterwegs.

Spendenkonto Diakonisches Werk Bayern
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Stichwort: Herbstsammlung 2016
Spendenhotline: Tel.: 08007005080

 

70% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort. 30% der Spenden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. Hiervon wird auch das Info- und Werbematerial finanziert.

Weitere Informationen zum Sammlungsthema gibt es im Internet unter www.hilf-uns-helfen.de oder bei dem örtlichen Diakonischen Werk. Spenden sind auch telefonisch unter der Spendenhotline 0800 700 50 80 möglich (5 Euro, 10 Euro oder 15 Euro pro Anruf, gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz) oder online hier.


06.10.2016 / Diakonisches Werk Bayern