Augsburg

Evangelische Kirche legt Grundstein für "Ulrichseck"

Grundsteinlegung, Beginn der Bauarbeiten

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In Augsburg ist am Freitag der Grundstein für einen neuen Gebäudekomplex der evangelischen Kirche gelegt worden.

Mit dem "neuen Zentrum kirchlichen Lebens" wolle man einen "lebendigen und kirchlichen Akzent" im Stadtbild setzen, sagte der Augsburger evangelische Regionalbischof Michael Grabow bei der Segnung des Grundsteins. Das neue Gebäude solle "ein Haus des Willkommens sein, ein Haus, das allen offen steht", betonte Grabow.

Gegenüber dem Ensemble der beiden Augsburger Ulrichskirchen sollen drei Häuser für voraussichtlich insgesamt elf Millionen Euro entstehen. Damit wird eine der markantesten Baulücken Augsburgs aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges geschlossen. Das neue kirchliche Zentrum solle künftig "Ulrichseck" heißen, erläuterte der Pfarrer der evangelischen Ulrichskirche, Frank Kreiselmeier. Auf diesen Vorschlag des Kirchenvorstands der Gemeinde hätten sich die drei Bauherren geeinigt.

In den drei Gebäuden sollen die evangelische Ulrichsgemeinde mit ihren beiden Pfarrern, das evangelische Kirchengemeindeamt Augsburg und der Regionalbischof mit seinen Dienst- und Wohnräumen untergebracht werden. Der Entwurf des Berliner Architekturbüros Staab sieht vor, dass die drei Häuser einen gemeinsamen Innenhof umschließen.

Die Fertigstellung des Ensembles ist bis Sommer 2019 geplant. Der bereits 2011 beschlossene Bau war durch archäologische Grabungen immer wieder verzögert worden. Der Aufschub sei "nicht billig gewesen", sagte Regionalbischof Michael Grabow, aber: "Es hat sich gelohnt." Die Archäologen hatten auf dem Grundstück Gräber aus der Römer- und der frühchristlichen Zeit gefunden. Die Ausgrabungen waren Anfang des Jahres beendet worden. Im April hatten dann die Bauarbeiten für das neue evangelische Zentrum begonnen.


18.07.2017 / epd