Ansbach und Bayreuth

Unser tägliches Brot

Brote der Aktion Gott sei Dank-Brot

Die Aktionen "5000 Brote" "Gott-sei-Dank-Brot" laden zum Genießen und zum Teilen ein.

Bild: Kirchenkreis Bayreuth

Bayernweit wurde am 30. September die Aktion "5.000 Brote" mit Konfirmanden in Ansbach eröffnet. Im Kirchenkreis Bayreuth ging in diesen Tagen auch die Gott-sei-Dank-Brot-Aktion an den Start.

Nicht die ganze Welt retten zu können ist für die Ansbach-Würzburger Regionalbischöfin Gisela Bornowski kein Grund, gar nichts zu machen. "Jesus zeigt uns einen anderen Weg. Er dankt für die begrenzten Möglichkeiten", sagte Bornowski am 30. September  beim offiziellen bayerischen Eröffnungsgottesdienst der bundesweiten Aktion "5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt" in der Ansbacher St. Gumbertuskirche. Indem Konfirmanden Brote backten, erführen sie, wie viel Arbeit dies mache. Die Aktion sorge außerdem "für Leib und Seele von Menschen, die weniger haben als wir und lädt uns zum Teilen ein", sagte sie.

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Auch Jesus habe Verantwortung für den ganzen Menschen übernommen, sagte Bornowski. Deshalb dürften sich Christen in seiner Nachfolge auch nicht aufs Predigen allein beschränken. Sie verwies auf die Geschichte von der Speisung der 5.000 im Lukas-Evangelium. Es sei ganz egal, wie sich das Essen so vermehrt habe, dass es für alle Menschen gereicht habe, sagte Bornowski. "Ein Teil des Wunders ist, dass Menschen abgeben, was ihnen gehört. Jesus steckt zum Teilen an." Jemand, der von Jesus seelisch satt gemacht worden sei, sehe, "wo andere Not leiden und handelt", sagte die Regionalbischöfin.

Altar Ansbach 5000 Brote

Die Aktion wird gemeinsam von Landeskirche und Diakonie getragene, hier der Altar bei der Eröffnung.

Bild: Kirchenkreis Ansbach-Würzburg

Im Gottesdienst haben Ansbacher Konfirmandinnen und Konfirmanden über ein ausgewähltes Bildungsprojekt informiert, das von der - in Bayern gemeinsam von Landeskirche und Diakonie getragenen - Aktion "5.000 Brote" unterstützt wird. Außerdem verteilen sie ihre gemeinsam mit Bäckern gebackenen Brote gegen Spenden. Der Erlös kommt dieses Mal Kinder- und Jugendbildungsprojekten in Indien Äthiopien und El Salvador zugute. Die Aktion "5.000 Brote" läuft bis zum ersten Advent.

Start der Gott-sei-Dank-Brot-Aktion im Kirchenkreis Bayreuth

Die Bayreuther evangelische Regionalbischöfin Dorothea Greiner hat am Montag in Naila kritisiert, dass Geflüchtete nach den Berufsbildungsjahren oft keine Ausbildungserlaubnis erhielten. Zur Eröffnung der diesjährigen Gott-sei-Dank-Brot-Aktion in einer Bäckerei in Naila-Lippertsgrün sagte Greiner, so würden gegenwärtig die guten Ansätze der Integrationspolitik zerstört und das Handwerk geschwächt. "Mancher Handwerksbetrieb wird nur weiterbestehen können, wenn Geflüchtete in unsere Ausbildungsberufe zugelassen werden", sagte Greiner.

Bäcker Martin Sommermann, Regionalbischöfin Doroteha Greiner

Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner dankt allen Bäckern und Handwerkerinnen für die wichtige Arbeit, die sie leisten.

Bild: Kirchenkreis Bayreuth

Zudem rief die Regionalbischöfin zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung aus Dankbarkeit gegenüber Gott auf. Das Erntedankfest solle nicht "moralinsauer" begangen werden, sagte die Regionalbischöfin, sondern durch Dankbarkeit für die Schöpfung und die Ernte zu einer Haltung des Erhaltens und Bewahrens hinführen.

Die diesjährige oberfränkische Gott-sei-Dank-Brot-Aktion steht unter dem Motto "Unser tägliches Brot - vom Bäcker vor Ort" und wird von den oberfränkischen Bäckerinnungen sowie dem Kirchenkreis Bayreuth und der Erzdiözese Bamberg getragen. An der Aktion beteiligen sich auch die Evangelische Landjugend Oberfranken-Oberpfalz, die Katholische Landjugendbewegung Bamberg und die Landjugend Bezirksverband Oberfranken. ‚Greiner dankte allen Akteuren, es sei eine wichtige Veranstaltung, die die beiden Kirchen, das Handwerk und die Landjugendgruppen zusammenbringe.

 

 


02.10.2018 / epd/ELKB