Reformationsjubiläum in Fürth

95 bunte Glaubensbretter

Mit Fantasie, Farbe und Pinsel sind in der Heilig-Geist-Gemeinde Fürth 95 „Glaubensbretter“ entstanden, die farbstark vom Glauben der Künstlerinnen und Künstler erzählen.

Dazu hatte die Kirchengemeinde Menschen aller Konfessionen und Religionen eingeladen, je ein eigenes Fichtenbrett zu erstellen. Männer oder Frauen, Junge oder Alte konnten mitmachen, auch Kita-Gruppen, die Gemeindejugend und eine Schulklasse hatten sich an dem Projekt beteiligt. Besondere Vorkenntnisse seien nicht erforderlich gewesen, so Kirchenvorsteherin und Mitinitiatorin Ute Baumann. "Dass Menschen über ihren Glauben selbst nachdenken und das nicht allein Pfarrern und Theologen überlassen, war ein wichtiges Anliegen der Reformatoren vor 500 Jahren".

Ein wichtiges Anliegen der Reformation

Das Projekt "95 Glaubensbretter" greift ein wichtiges Anliegen der Reformatoren auf, die an Stelle einer von der römischen Amtskirche formulierten Glaubenslehre die Menschen zur eigenen Auseinandersetzung mit Glaubensfragen anregen wollten. Die Zahl 95 erinnert an die gleiche Anzahl der Thesen, mit denen Martin Luther 1517 die Reformation auslöste. Noch bis zum Reformationsfest am 31. Oktober sind die 95 Holzstelen im Kirchhof und auf dem Kirchengelände zu sehen. Die Künstler dürfen dann ihr Glaubensbrett mit nach Hause nehmen.


18.10.2017 / epd/ELKB