Dachau

Gedenken 80 Jahre Novemberpogrom

Gedenken 80 Jahre Novemberpogrom

Die Versöhnungskirche in der Gedenkstätte Dachau.

Bild: Versöhnungskirche Dachau

In der Versöhnungskirche in Dachau wird am Sonntag, 18. November, der Opfer der Novemberpogrome vor 80 Jahren gedacht. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr und wird im Deutschlandfunk übertragen wird.

In den Tagen nach der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 verschleppten die Nationalsozialisten etwa 30.000 jüdische Männer in Konzentrationslager, 11.000 davon nach Dachau, viele wurden ermordet. Im Mittelpunkt des öffentlichen christlich-jüdischen Gedenkens am Sonntag, 18. November 2018, steht die Erinnerung an die Opfer der Novemberpogrome vor 80 Jahren. 

Mehr zum Thema

In seiner Predigt gedenkt Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Opfer der Novemberpogrome. Er erinnert auch an den Protest einzelner mutiger Christenmenschen gegen die Verbrechen. Einer von ihnen war der junge Pfarrer Helmut Hesse, der vor 75 Jahren, am 24. November 1943 im KZ Dachau starb, weil die SS ihm überlebenswichtige Medikamente verweigerte. 

Christine Hänsel (Orgel) und Helena Schneider (Sopran, Cello) gestalten das musikalische Programm, zu dem Psalm 22 in der Vertonung der Auschwitz-Überlebenden Rachel Knobler gehört. Nach dem Gottesdienst sprechen Ernst Grube, Holocaust-Überlebender, Präsident der Lagergemeinschaft Dachau und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, und  Dr. Hendrik Hoppenstedt, MdB, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin.


14.11.2018 / Pfarrer Björn Mensing