Landessynode in Coburg

Frühjahrstagung 2017

Für fünf Tage kommt die Kirchenleitung nach Coburg: Die bayerische Landessynode tagt vom 26. bis 30. März im Kongresshaus-Rosengarten.

Unter der Überschrift „Profil und Konzentration“ will die Landessynode in Coburg den Startschuss geben für einen umfassenden missionarischen Reformprozess. Das 108-köpfige Kirchenparlament der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern tritt zweimal im Jahr zusammen, diesmal vom 26. bis 30. März in Coburg. Die Plenarsitzungen sind öffentlich. Tagungsort ist das Kongresshaus Rosengarten (Berliner Platz 1, 96450 Coburg).

Traditionell beginnt die Landessynode mit einem Gottesdienst. Denn darin unterscheidet sich eine Synode von einem Parlament: Die demokratisch von allen 13.000 bayerischen Kirchenvorstehern gewählten Synodalen wissen, dass nicht sie die oberste Instanz der Kirche sind, sondern Gott. Der Gottesdienst findet am Sonntag, 26. März, um 18 Uhr in der Kirche St. Moriz in Coburg (Pfarrgasse 7) statt. Die Predigt hält  Pfarrerin Kathrin Oxen, EKD-Zentrum für Predigtkultur Wittenberg. Nach dem Gottesdienst sind die Synodalen zu einem Empfang des Dekanats Coburg und der Stadt Coburg ins Historische Rathaus (Markt 1) eingeladen.

Schwerpunkt: Kirchenleitung startet Reformprozess
Das Schwerpunktthema „Profil und Konzentration“ steht im Zentrum der Plenarsitzungen am Dienstag. Ziel ist ein grundlegender Perspektivwechsel: Geprägt von geschichtlich gewachsenen kirchlichen Strukturen hat man bisher häufig darauf gewartet, dass die Menschen zur Kirche kommen. Künftig sollen die Aufgaben der Kirche wesentlich stärker aus der Perspektive der Mitglieder definiert werden mit dem Ziel, Menschen mit ihren heutigen Lebensfragen einen niederschwelligen Zugang zur Liebe Gottes zu eröffnen.  

Die Botschaft des Evangeliums soll die Menschen in ihren täglichen Lebensvollzügen erreichen, das ist das Ziel. Vor Ort soll überprüft werden, ob über die traditionellen Zuschnitte der Kirchengemeinden hinaus andere Organisationsformen entdeckt werden können, die eine größere Nähe zu den Menschen ermöglichen. Das Konzept des Reformprozesses will dabei den Dekanaten und Regionen viel Gestaltungsfreiheit ermöglichen.

Nach dem grundsätzlichen Beschluss der Synode und aller anderen kirchenleitenden Organe zum Reformprozess soll in den nächsten Monaten in allen Dekanaten und kirchlichen Einrichtungen auf Basis des beschlossenen strategischen Rahmens und mehrerer thematischer Arbeitspakete diskutiert werden, wie der kirchliche Auftrag vor Ort künftig am besten wahrgenommen werden kann. Vorgeschlagen wird unter anderem die Beschäftigung vor Ort mit neuen Formen christlicher Gemeinschaft, die Arbeit am geistlichen und spirituellen Profil, Vernetzung mit kommunalen und ökumenischen Partnern und die engere Kooperation von Diakonie und Kirche.

Zum Thema der Kirchenreform stehen am Dienstag zwei Hauptvorträge auf der Tagesordnung: ab 10 Uhr ein Vortrag des Münchner Soziologieprofessors Armin Nassehi und ab11.15 Uhr ein Vortrag des Berliner Theologieprofessors Christoph Markschies. Beide Vorträge können im Live-Stream von der Synode mitverfolgt werden.

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Eröffnungsansprache der Präsidentin und Bericht des Landesbischofs
Am Montag, 27. März, beginnen die Plenarberatungen um 9 Uhr mit einer Andacht und der Eröffnungsansprache der Präsidentin, Annekathrin Preidel. Es schließen sich an der Rechenschaftsbericht des Landessynodalausschusses, gehalten von der Synodalen Kathrin Neeb, und – in der zweiten Vormittagshälfte – der Bericht des Landesbischofs. 

Am Montagnachmittag ab 16 Uhr werden Gesetzentwürfe und weitere Beschlussvorlagen eingebracht, darunter die Aufnahme der „Barmer Theologischen Erklärung“ im Kontext der lutherischen Bekenntnisse in die Kirchenverfassung, Eckpunkte für die Neuregelung der Wahl zur Landessynode sowie ein Vorschlag zur Neupositionierung der Evangelischen Erwachsenenbildung, verbunden mit der Errichtung von zehn theologisch-pädagogischen Stellen. Weitere zwölf Eingaben von Mitgliedern der bayerischen Landeskirche liegen zur Beratung vor. Die Beschlussfassungen werden für Donnerstag erwartet.

Die Synode endet am Donnerstag, 30. März, gegen 15.30 Uhr mit dem Reisesegen des Landesbischofs.

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14.03.2017 / ELKB