Friedenslicht von Betlehem

Auf dem Weg zum Frieden

Das Bild zeigt eine Pfadfinderin und einen Pfadfinder mit dem Friedenslicht von Bethlehem

Traditionell am Dritten Advent bringen junge Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht von Bethlehem in die Gemeinden.

Bild: RDP/RdP / R. Adloff

Bei einem der größten ökumenischen Jugendgottesdienste im deutschsprachigen Raum wurde am dritten Advent das "Friedenslicht von Betlehem" im Münchner Liebfrauendom wieder feierlich ausgesandt.

Pfadfinderinnen und Pfadfinder brachten das „Friedenslicht aus Betlehem“ nach München. Gemeinsam mit zahlreichen jungen Menschen feierten den Aussendungsgottesdienst Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, Pfarrer Gottfried von Segnitz und der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis.

Zur Auseinandersetzung mit dem Frieden ermutigen

In diesem Jahr stand die Aktion unter dem Motto „Auf dem Weg zum Frieden“. Es sollte junge Menschen dazu ermutigen, sich persönlich mit dem Thema Frieden auseinanderzusetzen. Sie wurden dazu eingeladen, sich dazu selbst zentrale Fragen zu stellen - nach der richtigen Richtung, nach Stärkung auf dem Weg zum Frieden und danach, wie wahrer Frieden für sie selbst aussieht.

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Das Friedenslicht wird jedes Jahr im November von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem entzündet und anschließend nach Wien gebracht. Von dort aus verteilen es Pfadfinderinnen und Pfadfinder in die Städte und Dörfer Europas. Beim Gottesdienst im Liebfrauendom waren zahlreiche evangelische und katholische Kirchengemeinden, Pfarreien und Jugendgruppen vertreten. Von ihnen wurde das Friedenslicht anschließend weitergetragen. Während der Weihnachtsgottesdienste werden die Kerzen in den Kirchen am Friedenslicht angezündet. 

Das Licht weitertragen

Viele Gläubige nehmen das Licht dann für die Weihnachtsfeiertage mit nach Hause. Pfadfinderinnen und Pfadfinder tragen es außerdem  in Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen, in Einkaufszentren, Rathäuser, Polizeistationen und Justizvollzugsanstalten, in Asylbewerberunterkünfte, Altersheime, zu Obdachlosen und in benachbarte Moscheen und Synagogen. Darüber hinaus wird das Friedenslicht politischen Vertretern und Vertreterinnen gebracht.
 
Die Aktion „Friedenslicht aus Betlehem“ wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen und wird in Bayern von den rund 40.000 Mitglieder zählenden Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbänden getragen. Diese sind die DPSG, die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und der Verband deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG).


11.12.2017 / ELKB