Ausstellung

Frauen der Reformation

Argula von Grumbach

Argula von Grumbach auf einer Portraitmedaille, um 1520.

Bild: Wikipedia / Hans Schwarz - http://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Argula_von_Grumbach.html

Frauen spielten eine wichtige Rolle in der Reformation. Eine Ausstellung in Nürnberg stellt die bekannten und unbekannten Frauen der Reformation vor. Die Eröffnung ist am Dienstag, 7. Februar.

In der Geschichtsschreibung werden die Frauen in der Reformation weitgehend übergangen, in der Ausstellung des Evangelischen Bildungswerks Regensburg e.V. werden sie wieder sichtbar gemacht. Die Ausstellung zeigt zwölf verschiedene Frauen aus Thüringen, dem Mutterland der Reformation. „Patinnen“ aus der Gegenwart stellen ihre „Ahnin“ sehr persönlich und anschaulich vor. Weitere Ausstellungstafeln führen in die Lebensbedingungen von Frauen in der bewegten Zeit des 16. Jahrhunderts ein. Eine Verbindung zur Reformation in Bayern stellen die Banner her, die das Leben und Wirken der Publizistin Argula von Grumbach schildern. Die couragierte Publizistin und Agitatorin der Reformation stritt entschieden und ohne Rücksicht auf ihre Familie für den neuen Glauben.

Mehr zum Thema

Die Ausstellung beginnt am Dienstag, 7. Februar, im Evangelischen Bildungswerk Regensburg, Am Ölberg 2, und geht bis Sonntag, 19. Februar. Sie ist täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich, dafür kann man sich an das Service-Team wenden unter: ebw@ebw-regensburg.de oder Tel. 0941 / 59215-0.

Im Rahmen der Ausstellung ist am Freitag, 10. Februar der Vortrag "Couragiert, streitbar, klug und fromm: Evangelische Frauen in Bayern aus 5 Jahrhunderte", zu hören. Von der Reformation bis in die Gegenwart spannt die Referentin Marita Panzer den Bogen ihrer Portraits weniger bekannter Frauen in der Reformation und schildert damit auch den gesellschaftlichen Wandel, zu dem diese Frauen beigetragen haben. Darunter sind prominente, wie die erste bayerische Königin Caroline sowie Fürstin Therese von Thurn und Taxis oder die aus der Pfalz stammende Tochter des „Winterkönigs“ Elisabeth, Fürstäbtissin des evangelischen Reichsstiftes in Herford, aber auch weniger bekannte, wie die ersten Ehefrauen der Nürnberger Reformatoren. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Evangelischen Bildungswerk.

06.02.2017 / EBW Regensburg/Kerygma