Neues Projekt der Evangelischen Jugend

"Flüchtlinge brauchen Freunde"

Ausschnitt aus dem Logo des Projekts

"Together - Flüchtlinge brauchen Freunde". Davon ist die Evangelische Jugend überzeugt - und bereit, ihren Beitrag dazu zu leisten.

Bild: AFJ

Mit einem neuen Projekt "Together" will die Evangelische Jugend Bayern Kinder aus Flüchtlingsfamilien bei der Integration unterstützen.

"Wie können Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen und Ethnien in die Klassen, in den Unterricht, in Sport und Spiel integriert werden? Wie werden Programme und Unterrichtseinheiten gestaltet, damit sie Anschluss finden und wie können Kinder, die hier aufgewachsen sind, einen offenen und toleranten Umgang lernen?" Wie groß die Aufgabe der Integration von jungen Geflüchteten in die Gesellschaft ist, zeigt sich insbesondere in den Bildungsbereichen Schule, Kindertagesstätten und Jugendarbeit.

Um Bildungseinrichtungen bei dieser wichtigen Arbeit zu unterstützen, hat die Evangelische Jugend in Bayern das Projekt "Together - Flüchtlinge brauchen Freunde" ins Leben gerufen. Damit wolle man besonders Kooperationen zwischen Jugendarbeit und Schule oder schulische Maßnahmen unterstützen, teilt das Amt für Jugendarbeit in Nürnberg mit.

Finanzielle und personelle Unterstützung

Klassen, in denen Flüchtlinge aufgenommen wurden, können zum Beispiel eine Klassenfahrt mit einem Partner aus der evangelischen Jugendarbeit organisieren. 100 Prozent der Kosten für die Flüchtlingskinder werden durch "Together" finanziert. Alle anderen Teilnehmenden werden mit neun Euro pro Tag gefördert. Insgesamt stehen nach Angaben der evangelischen Jugend für das Projekt bis Ende des Schuljahres 2018 460.000 Euro aus Mitteln der Landeskirche zur Verfügung.

Ziel ist es, dass die Kinder aus "Flüchtlingsfamilien" den sozialen Anschluss finden, damit sie offen sind für Bildung. Sie sollen Freunde finden und erfahren, dass sie dazu gehören. Ein Teil des Geldes geht in die regionalen Zentren der schulbezogenen Jugendarbeit der EJB. Die Mitarbeiter dort sollen Lehrern helfen, Begegnungstage durchzuführen.

"Kein Mensch ist illegal"

Castell und Markt Einersheim

#kein Mensch ist illegal - Transparent der Evangelischen Jugend Castell und Markt Einersheim ,© EJB

Bild: EJB

Mit diesem Transparent beteiligt sich die Evangelische Jugend in Castell und Markt Einersheim an der Kampagne.

Nürnberg

Julia Simon, Andrea Heußner, Paula Tiggemann mit dem Transparent #kein Mensch ist illegal,© EJB

Bild: EJB

Auch die neue Zielgruppenreferentin, Kirchenrätin Andrea Heußner, beteiligte sich gleich an der Aktion. Hier im Bild mit Julia Simon (li) und Paula Tiggemann (re) von der Evangelischen Jugend.

München

Der Münchner Dekanatsjugendpfarrer Michael Stritar mit dem Transparent. ,© EJB

Bild: EJB

Ein Gruß aus der Evangelischen Jugend München: Dekanatsjugendpfarrer Michael Stritar.

Neuendettelsau

Mitglieder des Landeskonvents bayerischer evangelischer Theologiestudierender (Labet): Kein Mensch ist illegal,© Auch Theologiestudierende aus Neuendettelsauf beteiligen sich an dem Aufruf.

Bild: Auch Theologiestudierende aus Neuendettelsauf beteiligen sich an dem Aufruf.

Auch Theologiestudierende aus Neuendettelsau beteiligen sich an dem Aufruf.

Auch in anderen Bereichen macht sich die Evangelische Jugend für die Belange von Geflüchteten stark. Entsetzt über die an Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichtete Äußerung von Donald Trump, „all diese Illegalen" ins Land zu lassen, sei ein schlimmer Fehler gewesen, stellte die Vorsitzende der Evangelischen Jugend, Paula Tiggemann, klar: „Kein Mensch ist illegal!“ und rief im Namen der Evangelischen Jugend auf, den Hashtag „#keinMenschistillegal“ über die sozialen Medien zu verbreiten. „Somit zeigen wir, dass wir diese menschenverachtende Äußerung nicht billigen.“

26.01.2017 / ELKB/epd