Evangelische Jugend zum Brexit

Europa ist „in“

Die Landesjugendkammer beim mittäglichen Friedensgebet

Der Einsatz und das Gebet für den Frieden gehören für die Evangelische Jugend zusammen. Deshalb versammelt sich die Landesjugendkammer mittags zum Friedensgebet.

Bild: EJB

Mit Bestürzung hat die Landesjugendkammer der Evangelischen Jugend auf das Ergebnis des Brexit-Referendums reagiert. In einer Erklärung fordert sie, gemeinsam zu handeln statt isoliert zu verlieren.

Bei seiner Vollversammlung in Gauting verabschiedete das Jugendgremium eine Erklärung für eine solidarische Europäische Union. "Wir unterstützen den europäischen Gedanken eines gemeinsamen, vielfältigen und friedlichen Europas uneingeschränkt", heißt es darin. Aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Europäischen Union könnten nur gemeinsam gelöst werden, so die Jugendvertreter, die in der Evangelischen Jugendarbeit demokratische Prozesse und eine konstruktive Diskussions- und Streitkultur praktizieren.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene identifizierten sich mit dem europäischen Gedanken. "Das hat sich auch am Abstimmungsverhalten der jungen Briten gezeigt."

Politische Mitwirkungsrechte mit 14 Jahren

Die Landesjugendkammer forderte zudem, Jugendlichen mehr Mitspracherechte zu geben, damit sie "an der Gestaltung der EU und damit an ihrer eigenen Zukunft angemessen teilhaben können". Politische Mitwirkungsrechte ab 14 Jahren seien "unabdingbar".

Mehr zum Thema

"Jugendliche können und wollen Verantwortung übernehmen", so die Landesjugendkammer. "Nach unserer Wahrnehmung wachsen junge Menschen als „European Natives“ auf." Die Europäische Union verkörpere für Jugendliche weit mehr als gemeinsame Handelsräume und vereinte Finanzmärkte. "Uns überzeugt der Gedanke eines geeinten Europas mit dem Ziel eines föderalen Staatengebildes mit offenen Grenzen, das Solidarität und Gerechtigkeit für seine Mitgliedsstaaten gewährleistet."

27.06.2016 / ELKB