Rummelsberg

Neun Diakone eingesegnet

Gruppenbild der neuen Brüder und der EInsegnenden.

Du bist gesegnet und wirst ein Segen sein - für die neun jungen Männer begann mit der Einsegnung zum Diakon und Bruder der Rummelsberger Brüderschaft ein neuer Lebensabschnitt.

Bild: Dorothée Krätzer

Vor wenigen Wochen begannen 28 junge Leute ihre Ausbildung in Rummelsberg. Für neun junge Männer hat dieser Lebensabschnitt jetzt, nach sechs Jahren, mit ihrer Einsegnung zum Diakon geendet.

Hinter ihnen liegen die langen Jahre der dualen Ausbildung, des Studierens, der Praktika, der Prüfungen und vielleicht der Fragen, ob dieser Weg der richtige sei. Hinter ihnen liegt zudem eine intensive Woche zur Vorbereitung auf ihre Einsegnung, in der sie sich nochmals vergewisserten. Ebenso sind die Weichen für die Zukunft bereits gestellt, denn seit September arbeiten die „neuen“ Diakone auf ihren Stellen: in Gemeinden, Dekanaten und Einrichtungen der Jugendhilfe, als Gemeindediakone, Jugendreferenten und pädagogische Mitarbeiter. Dabei sind sie über ganz Bayern verteilt, von Aschaffenburg und Selb bis Fürstenfeldbruck und Neu-Ulm. Drei von ihnen bleiben in Rummelsberg, arbeiten im Berufsbildungswerk, im Jugendhilfezentrum mit dem Pädagogisch-Therapeutischen Intensivbereich. Doch erst ihr „Ja“ im Einsegnungsgottesdienst hat dies  besiegelt: Jetzt sind sie Brüder der Rummelsberger Brüderschaft und Diakone der ELKB.

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Im Festgottesdienst in der Rummelsberger Philippuskirche segneten Oberkirchenrat Helmut Völkel, Rektor Günter Breitenbach und Diakon Martin Neukamm, Leiter der Rummelsberger Brüderschaft, die neun Diakone für ihren Dienst. „Du bist gesegnet und du wirst ein Segen sein“ - dieser Satz begleitet sie nun auf ihrem Lebensweg. Die Kirche segne ein zur tätigen Nächstenliebe, in den Dienst der Liebe und des Bekenntnisses des Glaubens, sagte Breitenbach in seiner Predigt.

„Wir brauchen euch mit eurer Originalität und euren Gaben“, sagte Völkel, der die Grüße der ELKB überbrachte. „Vergesst das Gebet nicht“, mahnte er, „denn es trägt und gib Stärke.“  

"Den Rummelsberger Spirit behalten"

Viele gute Wünsche begleiteten die neuen Diakone bei der anschließenden Feier im Brüderhaus. Brüderhausleiter Klaus Buchner zeichnete das Bild der neuen und alten Liebe, dessen, was zu Ende geht und dessen, was gerade beginnt. Elisabeth Peterhoff, Älteste der Diakoninnengemeinschaft, erinnerte an Martin Luthers Bodenständigkeit und wünschte den jungen Diakonen „im Leben verwurzelt“ zu sein. Den „Rummelsberger Spirit“ behalten, mutig und verrückt zu bleiben, wünschte Diakon Jochen Nitz vom Brüderschaftsrat, oder wie es Diakonin Nicole Schmiedecke-Skerlec formulierte: „Stay wild“


20.10.2017 / Dorothée Krätzer