Einführung Regionalbischof Axel Piper

Rückkehr zu schwäbischen Wurzeln

Der neue Augsburger Regionalbischof Axel Piper bei seiner Antrittspredigt in St. Ulrich, Augsburg

Der neue Augsburger Regionalbischof Axel Piper bei seiner Antrittspredigt in St. Ulrich, Augsburg

Bild: Büro des Regionalbischofs

Der Kirchenkreis Schwaben hat einen neuen Regionalbischof. Der 59-jährige Axel Piper wurde am Sonntag in evangelisch St. Ulrich von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in sein Amt eingeführt.

Der neue Regionalbischof habe die Gabe "Menschen zu mögen und damit die Menschenliebe Gottes im Kontakt mit den Menschen selbst auszustrahlen", sagte Bedford-Strohm in seiner Einführungsansprache. Piper besitze die Fähigkeit, den Glauben zu vermitteln, indem er "lebensnah, kraftvoll, verständlich" predige. Er werde daher "ein guter Haushalter über Gottes Geheimnisse" sein, meinte Bedford-Strohm.

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Axel Piper folgt als Regionalbischof Michael Grabow nach, der zum Jahresende 2018 in den Ruhestand gegangen war. Piper war zuvor Dekan in Weilheim. Er freue sich auf den Neuanfang in Augsburg und Schwaben, sagte der neue Regionalbischof in seiner Antrittspredigt: "Ich mag das Schwäbische und die Schwaben." Piper verbrachte seine Schulzeit in Lindau. Dort war er später auch Pfarrer.

Gemeinsam nach Gottes Willen suchen

In seiner Predigt ging Piper auch auf den Reformprozess "Profil und Konzentration" ein, der derzeit in der Landeskirche läuft. Dessen Ziel sei es, "Kirche so zu verändern, dass Menschen unseren Glauben, die christliche Botschaft und Gott neu entdecken". Er spüre dabei "viel Freude und Lust am Nachdenken, am neu Denken". Die Reform sei aber auch ein Wagnis: "Weil Konzentration ja auch heißt: Aus der Vielfalt wählen. Dinge tun, andere aber ausrangieren. Konzentration heißt nicht Addition sondern auch Reduktion." Piper rief dazu auf, die neuen Wege gemeinsam zu gehen: "Keine und keiner von uns hat die Wahrheit für sich gepachtet. Wir suchen gemeinsam danach, was denn Gottes Wille hier und heute sei."

Festgottesdienst in St. Ulrich

Kirche müsse so verändert werden, "dass Menschen unseren Glauben, die christliche Botschaft und Gott neu entdecken", betonte Axel Piper bei seiner Antrittspredigt.

Bild: Büro des Regionalbischofs

"Suche Frieden und jage ihm nach!"(Psalm 34)

Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel ermunterte den Oberkirchenrat mit der Jahreslosung („Suche Frieden und jage ihm nach!“), sein Regionalbischofsamt als ein Amt des Friedens und der Versöhnung auszuüben und es vital und motivierend zu gestalten. "Möge es Ihnen gelingen, das Netzwerk kirchlicher Orte mit seinen verschiedenen Knotenpunkten im Kirchenkreis Augsburg zu intensivieren und den geistlichen Lebensraum mit dem Sozialraum zu verknüpfen, um Ökumene zu leben und ausdrucksstark zu gestalten", wünschte die Synodalpräsidentin.

Der Kirchenkreis Augsburg und Schwaben, dem Piper vorsteht, umfasst die sieben Dekanate Augsburg, Donauwörth, Kempten, Memmingen, Neu-Ulm, Nördlingen und Oettingen. In knapp 160 Kirchengemeinden leben dort etwa 270.000 evangelische Christen.


14.01.2019 / epd/elkb