Staatsmedaille für Umweltbeauftragten

Klimaschutz ist Herzenssache

Der bayerischen Umweltminister, Marcel Huber, überreicht dem Umweltbeauftragten der Landeskirche, Wolfgang Schürger, die 'Bayerische Staatsmedaille für herausragende Verdienste für die Umwelt'.

Der bayerischen Umweltminister, Marcel Huber, überreicht dem Umweltbeauftragten der Landeskirche, Wolfgang Schürger, die "Bayerische Staatsmedaille für herausragende Verdienste für die Umwelt".

Bild: StMUV

Mit der bayerischen Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt ist der Beauftragte für Klimaarbeit der ELKB, Wolfgang Schürger, von Umweltminister Marcel Huber ausgezeichnet worden.

Schürger setze sich weit über das erforderliche Maß hinaus für die Umweltarbeit ein, so der Umweltminister. "Ihr Engagement ist breit und längst nicht auf die Evangelisch-Lutherische Kirche beschränkt. Sie stärken das Bewusstsein der Menschen für unsere Umwelt und sensibilisieren für die Gefährdung durch menschliche Einflüsse. Und Sie beraten die Menschen, wie sie in ihrem Alltag umweltschonend handeln können und die Schöpfung bewahren. Zum Beispiel mit der Broschüre zur ökologischen Vielfalt auf Friedhöfen."

Für Schürger, der auch im Arbeitskreis Bildung für nachhaltige Entwicklung, im Beratergremium Umweltstationen und in der Bayerischen Klima-Allianz aktiv ist, sei Umwelt- und Klimaschutz eine Herzenssache, würdigte der Minister. "Dabei wenden Sie sich an alle Menschen in unserem Land und machen damit deutlich: Umwelt- und Klimaschutz sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir gemeinsam annehmen müssen."

Bierbaum: Bewahrung der Schöpfung gewinnt hier Gestalt

Oberkirchenrat Bierbaum zeigte sich über die Ehrung von Wolfgang Schürger hoch erfreut: "Herr Schürger macht sich als Beauftragter für Umwelt- und Klimaverantwortung der Landeskirche seit Jahren um die Umweltarbeit in der Kirche verdient. Er versteht es in hervorragender Weise, Motivation und Engagement unserer vielen ehrenamtlich Tätigen mit den hauptamtlichen Strukturen unserer Landeskirche zu verbinden. Die Schöpfung zu bewahren und mit ihr verantwortlich umzugehen gewinnt durch seine Arbeit Gestalt. Wir freuen uns mit ihm und danken ihm sehr herzlich für seinen Dienst!"

Integriertes Klimaschutzkonzept

Aus diesem Grund entwickelt Schürger derzeit auch gemeinsam mit der Agentur 'sustainable' den Vorschlag für ein integriertes Klimaschutzkonzept der bayerischen Landeskirche. Nach der Erhebung von Daten aus den Kirchengemeinden kann nun die Treibhausbilanz der ELKB errechnet werden, auf deren Basis Maßnahmenvorschläge entstehen, wie Kirchengemeinden noch mehr für den Klimaschutz tun können. Im Integrierten Klimaschutzkonzept für die ELKB sollen diejenigen Maßnahmen enthalten sein, die wirtschaftlich sinnvoll, effektiv und effizient und praktisch umsetzbar sind. Mitglieder der Kirchenvorstände, der Einrichtungsleitungen und die ehrenamtlichen Umweltbeauftragten werden im September/Oktober in regionalen Workshops die Möglichkeit haben, darüber zu diskutieren, welche Maßnahmen aus dem Vorschlagskatalog weiter verfolgt werden sollen.

"Kein Projekt wie alle anderen"

„Das Integrierte Klimaschutzkonzept ist ein wertvoller Beitrag, um der Verantwortung für Gottes Schöpfung und der Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen gerecht zu werden“, betonte Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, der den Stand des Konzeptes auf der Landessynode in Schwabach vorstellte. Dies sie kein Projekt neben anderen. Denn es biete die Chance, die vielen, bereits existierenden positiven und erfolgreichen Beispiele wie die energetische Sanierung kirchlicher Gebäude oder die Initiativen „Klimacheck Sparflamme“ und „Grüner Gockel“ zu bündeln, um sie für die Breite der Landeskirche fruchtbar zu machen.


13.06.2018 / ELKB