Fürth

Landeskirche vergibt vier Ehrenamtspreise

Helferkreis Asylbewerberheim Solgerstraße

Der Helferkreis aus Nürnberg erhält den Preis für die Unterstützung und Hilfe von Asylbewerberinnen und -bewerber bei ihrer Ankunft im Asylberweberheim Solgerstraße.

Bild: ELKB

Die bayerische evangelische Landeskirche hat am Samstag in Fürth vier vorbildliche ehrenamtliche Initiativen in und aus Kirchengemeinden mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet.

Die jeweils mit 1.000 Euro dotierten Preise wurden von Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel, Nürnbergs Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern und der Sprecherin des Fachbeirates Ehrenamt, Christa Bukovics, in der St. Michaelskirche Fürth übergeben, teilte die Landeskirche am Samstag mit. Bereits zum siebten Mal wurden vorbildliche Projekte mit dem Ehrenamtspreis geehrt.

Preidel würdigte die eingerichteten Initiativen und Projekte als einen "Spiegel des kreativen Potenzials unserer Kirche auf dem Weg in die Zukunft". Die ehrenamtlich Engagierten seien "die Motoren einer Kirche, die gegen alle Unkenrufe am Puls der Zeit und am Puls der Menschen sei". Die Projekte zeigten die gesellschaftliche Leistungskraft einer oft "müde geglaubten und zerredeten Kirche", sagte Preidel.

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Ausgezeichnet wurden "Der Kleinen Laden", der seit fast zehn Jahren eine ökumenische Begegnungsstätte für die Bewohner in Nürnberg-Herpersdorf ist. Treffs für Männer, PC-Interessierte, alleinlebende Frauen, Spiele- oder Sprachenbegeisterte finden hier statt. Ebenfalls in Nürnberg arbeitet der Helferkreis Asylbewerberheim Solgerstraße. Er hilft Geflüchteten mit einem Frauen-Café, versorgt sie mit Kleidung, organisiert Spielabende, Fahrradtouren oder gibt Deutschkurse.

In der Sonntagsküche der Dankeskirche in München-Milbertshofen können Bedürftige jeden Sonntag ein Drei-Gänge-Mittagessen zum symbolischen Preis von einem Euro erhalten. Ein ehrenamtliches Team koche in der kleinen Gemeindehausküche. Die Idee der Sonntagsküche entstand, weil es im Stadtteil überdurchschnittlich viele Bedürftige gebe. Ein wichtiger Aspekt sei eine feierliche, familiäre Atmosphäre, in der die Gäste bewirtet würden. Vierter Preisträger ist der Förderkreis für den Simultankirchen-Radweg durch die Oberpfalz. Der Weg verbindet 49 überkonfessionell genutzte Kirchen miteinander.

Hann von der Weyhern sagte, die Preisträger seien allesamt mit ihren Projekten "Botschafter der guten Tat und des guten Tons". Dies sei ein wohltuender Gegenpol zum vergifteten Klima im Netz und anderswo, "in dem Hilfsbedürftige allzu oft als Bedrohung dargestellt werden". Christa Bukovics vom Fachbereit Ehrenamt betonte, dass es bei diesem Preis nicht darum gehe, "die allerbesten Projekte" auszuzeichnen. Vielmehr stünden die vier vergebenen Preise exemplarisch für eine Vielzahl ehrenamtlich getragener Projekte, die "bestens" seien.


05.12.2016 / epd