Rummelsberg

"Ein bisschen wie die Einschulung"

Die neuen Diakoninnen und Diakone in Ausbildung

Mit Begeisterung und Motivation haben 19 junge Frauen und Männer aus Dekanaten in ganz Bayern ihre Ausbildung in Rummelsberg angetreten.

Bild: Mühlendyck

In Rummelsberg starten 19 junge Männer und Frauen aus ganz Bayern in die Ausbildung zum Diakon oder zur Diakonin.

„Wir kennen uns erst seit einer Woche? Das fühlt sich viel länger an“, lacht Valerie Mantel. Die 19-Jährige aus Gilching ist eine von 19 jungen Frauen und Männern, die seit zehn Tagen ihre Ausbildung als Diakonin oder Diakon machen. Aus ganz Bayern sind sie zur Ausbildung nach Rummelsberg gezogen, sind zwischen 17 und 25 Jahre alt.

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Die ersten drei Wochen, das sogenannte Einführungsseminar, stehen ganz im Zeichen des Kennenlernens und Ankommens. „Cool und ereignisreich“, fand Ronja Wagner die erste Woche. Die 19-Jährige stammt aus Gerolsbach bei Ingolstadt und freut sich auf die Ausbildung zur Diakonin. „Im Moment wache ich noch jeden Morgen auf und denke mir: Wow, du wohnst jetzt da“, freut sie sich.

„Wir haben so viel gelernt, Neues und Interessantes, und wir wurden von den Älteren so toll aufgenommen, das war klasse“, ergänzt Valerie Mantel. Das findet auch Jan Baier. Der 20-Jährige aus Markt Berzolzheim bei Treuchtlingen konnte erst einige Tage später zur Gruppe dazu stoßen. „Die erste Begegnung mit den anderen war spitze. Alle haben gefragt, ob sie mir helfen können, das Auto auszuladen oder ob ich sonst noch etwas brauche.“ Auch das langsame Ankommen und das Hineinfinden ins Team waren für ihn hilfreich. „Ich bin hier wirklich gestresst angekommen. Aber durch die Inhalte der ersten Woche ist das schnell vergangen“, ergänzt er.

Informationen zum Diakonik-Studium und zum gemeinsamen Wohnkonzept, Andachtsworkshop, ein erster Rundgang durch Rummelsberg. Die erste Woche war bereits reich gefüllt. Das Einführungsseminar steht am Anfang einer fünf- bis sechsjährigen Ausbildung, an deren Ende der Bachelor in Diakonik sowie ein Studien- oder Ausbildungsabschluss in einem sozialen Beruf stehen.

Hohe Erwartungen

Die jungen Menschen sind motiviert: Sie möchten am liebsten noch viel mehr wissen und am besten alles auf einmal. „Ich bin sehr gespannt auf die Pflegeeinführungswoche“, sagt Ronja Wagner. „Über Pflege weiß ich bisher noch nicht so viel.“ Mehr Arbeiten mit der Bibel, mehr Gesang, mehr Informationen – die Wünsche und Erwartungen an die kommenden Wochen sind groß. Und auch die Erwartungen an die gesamte Ausbildungszeit klingen bereits an in den Gesprächen. Auf den Unterricht in den nächsten Monaten ist Jan Baier sehr neugierig. „Das fühlt sich ein bisschen an wie eine Einschulung“, grinst er. Ronja Wagner freut sich auch auf die kommenden Monate und Jahre: „Ich bin wirklich gespannt, wie sich im Lauf der Zeit der eigenen Blickwinkel ändert. Und wie ich für mich rausfinde: Was will ich wirklich in meinem Beruf als Diakonin machen?“


17.09.2018 / Arnica Mühlendyck