Nürnberg

Deutscher Menschenrechts‐Filmpreis

Deutscher Menschenrechts‐Filmpreis

Die Statue wird in der Tafelhalle in Nürnberg den Preisträgern übergeben.

Bild: Peter Gollong

Am 8. Dezember wird in Nürnberg zum elften Mal der Deutsche Menschenrechts‐Filmpreis verliehen. Damit findet die aktuelle Wettbewerbsrunde des Filmwettbewerbs ihren Höhepunkt und Abschluss.

Vor 20 Jahren hat die Evangelische Medienzentrale Bayern gemeinsam mit Mission EineWelt und zahlreichen Organisationen der Menschenrechts-, Kultur- und Bildungsarbeit den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis begründet, der nun zum elften Mal verliehen wird. Der ehemaliger Bundespräsident Joachim Gauck, Schrimherr des Preises,  wird als Festredner erwartet, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Präsidentin der Deutschen Filmakademie Iris Berben und Musiker Wolfgang Niedecken sind einige der Ehrengäste des Abends. Die Preise, die in jeder Kategorie mit 2.500 Euro und einer individuell angefertigten Statue dotiert sind, werden am Samstagabend in der Nürnberger Tafelhalle an die sechs Gewinner des Wettbewerbs überreicht.

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Zwischen Ende April und Mitte August waren 382 Filme in den fünf Wettbewerbskategorien Langfilm, Kurzfilm, Magazinbeitrag, Hochschule und Amateur den vier Fachjurys zur Sichtung und Bewertung vorgelegt worden. Eine dieser Jurys vergab zusätzlich einen Preis in der Kategorie „Bildung“. Der Jahrgang wird erneut geprägt von zahlreichen Filmen, die sich dem Themenfeld Vertreibung/Flucht/Geflüchtete annehmen. Hierbei beschäftigten sich die Filmemacher insbesondere mit den Fluchtursuchen und ‐verläufen. Darüber hinaus mit den Bedingungen, unter denen Geflüchtete in Deutschland aufgenommen werden und leben.  Die Filme befassen sich mit Menschenrechtsverletzungen, porträtieren Menschen‐ rechtsaktivist und zeigen Beispiele gelingenden Menschenrechtsschutzes, die anderen Mut machen sollen, sich für den Schutz der Menschenrechte einzusetzen.

Für die Preisverleihung stehen leider keine Karten mehr zur Verfügung – die Veranstaltung wird jedoch vollständig über den eigenen Youtube‐Kanal http://youtube.menschenrechts‐filmpreis.de übertragen.

Hintergrund
Der Deutsche Menschenrechts‐Filmpreis ist ein unabhängiger Medienwettbewerb. Insbesondere bestehen keine inhaltlichen Abhängigkeiten zu staatlichen Akteuren, Branchenverbänden oder Unternehmen der Medienwirtschaft. Der bundesweit aktive Filmwettbewerb wird aktuell von 21 Organisationen der Zivilgesellschaft gestaltet, finanziert und durchgeführt. Die Zusammenarbeit erfolgt in Form einer Arbeitsgemeinschaft engagierter Einzelpersonen und Institutionen – ohne Vereins‐, Verbands‐ oder Stiftungsstruktur. Zu den Trägern gehören Organisationen der Menschenrechts‐, Bildungs‐, Kultur‐ und Medienarbeit, konfessionell geprägte Organisationen, Gewerkschaften sowie Wohlfahrtsverbände und kommunale Einrichtungen. Sie sind geeint im Ziel der Achtung und Wahrung der Menschenrechte.


05.12.2018 / Deutscher Menschenrechts‐Filmpreis