Buß- und Bettag

"Ankommen"

Buß- und Bettag 2016

"Ankommen" ist der Titel der diesjährigen Buß- und Bettagskampagne der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Bild: www.orange-cube.de

Das Motto des diesjährigen Buß- und Bettages "Ankommen" erinnert uns an alle, die auf dem Weg sind und eine große Sehnsucht haben, endlich anzukommen.

In einem neuen Leben ankommen, bei Menschen, an einem Ort oder bei sich selbst. Es gibt viele Möglichkeiten, wie und wo Menschen ankommen können. Das Ankommen ist dabei gleich das Ziel. Doch manchmal sind da Hindernisse im Weg oder Zäune. Bei unüberwindbaren Zäunen hilft nur Umkehren oder auf ein Wunder hoffen.

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Das Plakatmotiv der diesjährigen Buß- und Bettagskampagne zeigt ein Loch in einem Zaun, es hat die Form eines Kreuzes. "Das Kreuz im Zaun steht für ein solches Wunder. Plötzlich gibt es doch einen Weg hindurch und es besteht die Chance, endlich anzukommen. Wo Frieden ist und Ruhe und mehr Gerechtigkeit", schreibt Pfarrer Christian Fischer, Internetbeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck auf der Kampagnen-Webseite.

Die Seite www.busstag.de ist Teil der Themenkampagne, mit der die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck mit Plakaten, Anzeigen und weiteren Materialien Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema geben und auf die bleibende Bedeutung des kirchlichen Feiertags aufmerksam machen möchten.

Informationen zum Thema Buß- und Bettag

Buß- und Bettag

Die evangelische Kirche führt den Buß- und Bettag erstmals in Straßburg im Jahr 1532 als Reaktion auf die Türkenkriege ein, in den darauffolgenden Jahrhunderten setzt er sich zunehmend auch in anderen Regionen durch und wird im Jahr 1934 dann schließlich zum evangelischen Feiertag. Heute hat der Buß- und Bettag vor allem eine soziale Bedeutung, viele Ortsgemeinden nehmen ihn zum Anlass, auf sozio-ökologische Probleme hinzuweisen. Dass er in Deutschland, mit Ausnahme des Bundeslandes Sachsen, kein regulärer Feiertag mehr, ist hat im Übrigen auch sozialpolitische Hintergründe: Denn die Bundesregierung schaffte ihn im Jahr 1995 ab, um die Pflegeversicherung finanzieren zu können. Alles rund um den Buß- und Bettag gibt es auf der Microsite Kirchenjahr.

Zu einem festen Bestandteil ist mittlerweile auch der Chat mit dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein geworden. Am Abend des 16. November kann man ab 20 Uhr im Internet mit ihm zum Thema "Ankommen" chatten.

Der Buß- und Bettag lädt auch in diesem Jahr Christinnen und Christen zur Besinnung und zum Neuanfang ein. Der Gedenktag dient dem Nachdenken über individuelle und gesellschaftliche Probleme wie Ausländerhass, der Umgang mit den Flüchtlingen, Umweltzerstörung und die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen.


07.11.2016 / Kerygma