Sulzbach-Rosenberg

Brot für die Welt eröffnet 60. Aktion

Spendendose Brot für die Welt

Spenden sind eine wichtige Säule bei der Finanzierung der Arbeit von Brot für Welt. Sie helfen Menschen in mehr als 90 Ländern in Würde zu leben.

Bild: Hermann Bredehorst/Brot für die Welt

Mit einem Festgottesdienst in Sulzbach-Rosenberg wurde die 60. Aktion Brot für die Welt in Bayern eröffnet. Das Motto lautet heuer: „Hunger nach Gerechtigkeit“.  

 Im Mittelpunkt stehen die Bekämpfung von Hunger und Armut, das Recht auf Teilhabe sowie der Schutz der Menschenrechte. In ihrer Predigt betonte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, das Motto der Aktion „verlangt von uns, genau zu überprüfen, was wir essen, trinken, anziehen.“

Die Menschen in Deutschland müssten sich etwa fragen, wo sie sich als Schnäppchenjäger betätigen. Breit-Keßler: „Wir sind oft genug selber Helden des schnellen Euro, und überprüfen bei eigener Gier nicht mehr, wo andere, vor allem Kinder und Frauen, unter miserablen Arbeitsbedingungen leiden, keine faire Bezahlung, geschweige denn soziale Absicherung erhalten. Es ist uns gleich.“ Hunger nach Gerechtigkeit, so die Regionalbischöfin weiter, bedeute darum auch, sich zu entscheiden: „Für faire, menschenwürdige Produktionsbedingungen, saubere Lieferketten und angemessene Preise an die, die unser Leben so angenehm machen.“

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Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern, sagte bei der Eröffnung: „Wir nehmen es nicht hin, dass weltweit 800 Millionen Menschen hungern. Mit ihren Kollekten, ihren Spendenaktionen und ihrem oft großen Einsatz ermöglichen die Kirchengemeinden Millionen Menschen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, zu verbessern und in Würde zu führen. Ich bin dankbar und stolz auf diese große Unterstützung.“ Seit Gründung habe das evangelische Hilfswerk rund 2,4 Milliarden Euro an Spenden und Kollekten erhalten, davon stammten 359 Millionen Euro aus Bayern. Das Ergebnis der Aktion im Freistaat belief sich im abgelaufenen Aktionszeitraum auf 9.287.271 Euro.

Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Brot für die Welt gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfsaktionen der Bundesrepublik. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit über 500 neue Projekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Projekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt.


04.12.2018 / epd