Nürnberg

Bei der "Blauen Nacht" mischen auch die Kirchen mit

Blaue Nacht

In der in blaues Licht getauchten Nürnberger Altstadt können sich die weit über 120.000 erwarteten Besucher von zahlreichen Kunstaktionen bezaubern lassen.

Bild: Noack

Es wird wieder blau in Nürnberg: An rund 100 Orten in der Nürnberger Innenstadt findet am kommenden Wochenende die Lange Nacht der Kunst und Kultur statt. Auch viele Kirchen werden blau.

Die Lorenzkirche wird mit einer Installation aus Klang und Licht gefüllt, die abwechselnd an ein wogendes Meer, einen ruhigen Strom oder eine glitzernde Quelle erinnern sollen. Die Erlanger Band "Miasin Zam" aus Einheimischen und Geflüchteten spielt in St. Martha mit dem Pop-Orchester "Folders" eines ihrer seltenen Konzerte. Studierende und Dozenten der Nürnberger Berufsfachschule für Musik spielen in St. Klara Ethnoklänge, Klaviersoli und Jazz. Texte des jüdischen Dichters Martin Buber werden bei einer Wort-Klang-Installation in der Kulturkirche St. Egidien Klezmerklängen der Klarinette gegenübergestellt.

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Das Nürnberger Haus der Kirche "eckstein" wird auf mehreren Ebenen Schauplatz eines Konzerts des Percussionisten Thomas Jugl und des Pianisten Jo Jasper. In der Sebalduskirche gibt es abendliche Führungen auch auf den Turm. Um 19 sowie 21 Uhr gibt der erste Gospelchor Deutschlands, der aus Nürnberg stammt, ein Konzert.

In der in blaues Licht getauchten Nürnberger Altstadt können sich die weit über 120.000 erwarteten Besucher von zahlreichen Kunstaktionen bezaubern lassen. An den Fassaden der Kaiserburg lässt der Künstler Dan Reeder die Projektion "Anything goes" entstehen. Auf dem Hauptmarkt zeigt Slidemedia Laboratory aus Barcelona die eigens für die Fassade des neuen Rathauses entwickelte Bilderkomposition "Hypnocity".

Abwechslungsreich versprechen die "performativen Interventionen" zu werden, die vom Performance-Kollektiv "Glitch AG" aus Hamburg in der Katharinenruine veranstaltet werden. Bei Klarinettenspiel, Textkonzert und Kopfhörereinsatz soll "die Stadt zum Spielfeld und Begegnungsort der Meinungsfreiheit" werden, heißt es in der Mitteilung der Stadt.


03.05.2018 / epd