Augsburger Friedensfest

"Utopie: Was wäre, wenn...?"

Augsburger Friedensfest

Die Friedenstafel wird auch in diesem Jahr wieder der Höhepunkt des Friedensfestes sein.

Bild: Christian Menkel

Am 8. August feiert die Stadt Augsburg das Hohe Friedensfest. Seit 1950 ist das Fest ein gesetzlicher Feiertag, der ausschließlich für das Augsburger Stadtgebiet gilt.

Wie schaffen wir Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben in einer von Vielfalt geprägten Stadtgesellschaft? Diese Frage hat in der Friedensstadt Augsburg einen besonderen Stellenwert. Sie steht auch im Mittelpunkt des Kulturprogramms zum Augsburger Hohen Friedensfest, das mehrere Wochen vor dem einzigartigen Stadtfeiertag am 8. August begonnen hat. Welche Rollen spielen Utopien für den christlichen Glauben und andere Religionen? Was hat (Kultur-)Politik mit Utopien zu tun? Wie sieht eine Welt ohne Bargeld, Atomwaffen, Gefängnisse oder Einsamkeit aus? Diese und viele weitere Fragen sind daneben Inhalte des diesjährigen Programms zu. Seit Samstag, 22. Juli dreht sich bei mehr als 80 Veranstaltungen in Augsburg alles um das Thema "Utopie: Was wäre, wenn...?"

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Höhepunkt am 8. August

Um 10 Uhr beginnt der ökumenische Festgottesdienst in der Basilika St. Ulrich und Afra. Im Mittelpunkt steht der Dank für Frieden den wir erleben, die Bitte um Frieden bei uns und in der Welt und in diesem Jahr das Friedensfestthema: »Utopie: Was wäre wenn …«. Die Festpredigt wird die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann aus Magdeburg halten. Begleitet und mitgestaltet wird der Gottesdienst von festlicher Musik des Basilikachors St. Ulrich und Afra und des Posaunenchors des Dekanatsbezirks Augsburg.

Wie die Erwachsenen beim Festgottesdienst in St. Ulrich, so feiern auch die Kinder mit ihren Eltern am Hohen Friedensfest in Evangelischen Heilig Kreuz Kirche ab 10 Uhr einen Familiengottesdienst, in dem diesmal auch eine Trauung stattfindet. Mit Gebeten, Aktionen und Liedern wird für das Geschenk des Friedens in Stadt und Land gedankt und fürbittend an alle Kinder und Familien auf der Welt gedacht. Leckeres und begehrtes Symbol für den Frieden sind in diesem Gottesdienst stets die traditionellen Augsburger Friedenswecken, die an alle Kinder verteilt werden. Viele Mädchen pflegen auch  den alten Brauch, an diesem Festtag einen Blumenkranz auf dem Kopf zu tragen.

Direkt im Anschluss, ab 11.30 Uhr, lädt Stadt zur »Augsburger Friedenstafel« auf dem Rathausplatz ein. Der Austausch der von zuhause mitgebrachten Speisen und Getränke, das Kennenlernen und die Begegnung mit den Tischnachbarn symbolisieren das gelebte friedliche und gleichberechtigte Miteinander. Dieses Jahr begrüßt die zweite Bürgermeisterin Eva Weber die Gäste der Friedenstafel. Im Anschluss übermitteln die Vertreter von in Augsburg ansässigen Religionsgemeinschaften ihre Friedensgrüße. Bei Regen fällt das Festmahl nicht aus, sondern wird ins Rathaus verlegt.

Das Amt für Kinder, Jugend und Familie organisiert das Kinderfriedensfest in enger Kooperation mit dem Botanischen Garten und Zoo. Dazu kommen über 350 Freiwilligen aus Vereinen und Institutionen, die sich in Augsburg für Kinder, Frieden, interkulturellen Austausch, Annäherung der Religionen, Kinderrechte, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit engagieren. Beginn ist um 12 Uhr im Botanischen Garten und Zoo.

Der Tag klingt aus mit einem Festkonzert zum Hohen Friedensfest. Ab 20 Uhr ist in der St. Anna-Kirche der Lobgesang op. 52, Sinfonie-Kantate nach Worten der Hl. Schrift von  Felix Mendelssohn Bartholdy zu hören. 

Hintergrund

Das Augsburger Hohe Friedensfest wird seit 1650 am 8. August begangen. Ursprünglich feierten die Augsburger Protestanten damit das 1648 durch den Westfälischen Frieden eingeleitete Ende ihrer Unterdrückung während des Dreißigjährigen Krieges. Heute ist das Friedensfest ein auf das Augsburger Stadtgebiet beschränkter gesetzlicher Feiertag, womit Augsburg die meisten gesetzlichen Feiertage in Deutschland besitzt.


01.08.2018 / Stadt Augsburg