Aufruf zum 1. Mai

Gerechtigkeit. Solidarität. Vielfalt.

Die zentrale Mai-Kundgebung des DGB mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann findet in diesem Jahr in Nürnberg statt.

Die zentrale Mai-Kundgebung des DGB mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann findet in diesem Jahr in Nürnberg statt.

Bild: DGB

Am 1. Mai 2018, dem "Tag der Arbeit", riefen Christen und Christinnen gemeinsam mit dem DGB  diesem Jahr unter  Motto "Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit" auf.

Wir, die evangelischen Christinnen und Christen, die sich in den arbeitsweltbezogenen Verbänden und Einrichtungen engagieren, demonstrieren am heutigen Tag der Arbeit für eine Welt, die geprägt ist von Gerechtigkeit, Solidarität und Vielfalt. 
 
Eine Grundvoraussetzung für gelingendes gesellschaftliches Zusammenleben in  Gerechtigkeit, Solidarität und Vielfalt ist die gerechte Teilhabe aller am Wohnungsmarkt und ausreichend bezahlbarer Wohnraum. Deshalb stellen wir für den diesjährigen Landtagswahlkampf an die politischen Verantwortlichen folgende Forderungen:

  • Massiver Ausbau des sozialen Wohnungsbaus in Bayern
  • Die Wiederherstellung einer leistungsfähigen staatlichen und gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft
  • Gewissenhafter Umgang mit dem Verkauf von Wohnungen in öffentlicher Hand. Die weitere Sozialbindung muss als Maßstab bleibe.

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Zur Gerechtigkeit, Solidarität und Vielfalt in unserem Land gehört auch die Lösung der nach wie vor schwierigen Situation von Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit durch gebrochene Arbeits- und Lebensbiographien. Hier fordern wir eine Reform der Hartz IV-Gesetze hin zu einer existenzsichernden und menschenwürdigen Teilhabe an der Arbeitswelt durch:

  • Wegfall von menschenunwürdigen Sanktionen, die auf individuelle Situationen, wie Krankheit, wenig Rücksicht nehmen.
  • Zielorientierte und individuell ausgerichtete Qualifizierungsmaßnahmen
  • Einen geschützten Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Löhnen

Gerechtigkeit und Solidarität ermöglichen erst eine vielfältige Gesellschaft. Dies bedeutet eine gelebte Vielfalt in der Arbeitswelt von Frauen und Männern, Jung und Alt, Deutschen und Migranten. Zwei Punkte sind dabei unerlässlich:

  • Menschen in unserer Gesellschaft, die auf Solidarität und Sozialleistungen angewiesen sind, dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
  • Gelingende Vielfalt braucht Toleranz, Verständnis, mutige und offene Kommunikation sowie einen konstruktiven Austausch von Meinungen und Erfahrungen.

Dafür stehen wir als Evangelische Christinnen und Christen in Verbundenheit mit dem DGB und seinen Einzelgewerkschaften.


02.05.2018 / kda