Tag der Arbeit

Gerechtigkeit und Solidarität

Aufruf zum 1. Mai

Kirchliche Arbeitnehmergruppen fordern 12 Euro Mindestlohn.

Bild: DGB

Die arbeitnehmernahen Gruppierungen und Organisationen innerhalb der bayerischen Landeskirche rufen zur Teilnahme an den 1. Mai-Demonstrationen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf.

Der diesjährige Aufruf des DGB 1. Mai steht unter dem Motto "Wir sind viele. Wir sind eins". "Faires Gestalten der Arbeitswelt und soziale Gerechtigkeit ist nur in Solidarität und gegenseitiger Achtsamkeit möglich", heißt es darin. 2017 gäbe es zwei herausgehobene Mitwirkungsmöglichkeiten in unserem Land Solidarität zu praktizieren und für soziale Gerechtigkeit einzutreten: Die Sozialwahlen im Zeitraum vom 10. April bis 31. Mai 2017 und die Bundestagswahl am 24. September 2017. Für beide Wahlen rufen die arbeitnehmernahen Gruppierungen
zur aktiven Teilnahme und Stärkung der Belange von Arbeitnehmer/Innen und erwerbslosen Menschen auf. 

Im Gedenkjahr der Reformation mahne man im Sinne Martin Luthers soziale Gerechtigkeit an und fordere eine grundlegende Rückbesinnung auf die soziale Marktwirtschaft mit einem funktionierenden Sozialsystem. Konkret fordern die Gruppierungen einen Mindestlohn, der den Namen auch verdiene und bei mindestens zwölf Euro liege, ein Rentenniveau von mindestens 48 Prozent, eine verlässliche Gesundheitsversorgung sowie eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung des Gesundheitssystems durch Arbeitgeber und -nehmer. Darüber hinaus treten sie dafür ein, Geflüchtete und sozial Schwache nicht gegeneinander auszuspielen.

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Der Aufruf zum 1. Mai wurde von der Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (afa), der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soziale Fragen in Bayern und Thüringen (EAG), dem Bundesverband der Evangelischen Arbeitnehmerorganisationen in Deutschland (BVEA) und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (kda) unterzeichnet.

Allein in Bayern organisiert der DGB in diesem Jahr mehr als 100 Veranstaltungen zum 1. Mai. Vielerorts laden kirchliche Gruppierungen vor den Mai-Demos noch zu Gottesdiensten ein. So auch in Schweinfurt, dort findet in der Gustav-Adolf-Kirche um 9 Uhr ein Gottesdienst mit Dekan Oliver Bruckmann zum Thema "Gerechtigkeit und Sokidarität" statt. Direkt im Anschluss beginnt die Kundgebung des DGB sowie ein Straßenfest auf dem Georg-Wichtermann-Platz. 


25.04.2017 / epd/DGB