Blaue Nacht

Auf den Spuren von Himmel und Hölle

Blaue Nacht

Kirchenraum Lorenzkirche - Der stille Raum

Bild: Claudia Voigt-Grabenstein

"Himmel und Hölle" lautet das Motto der "Blauen Nacht" am 4. Mai in Nürnberg. In der Nacht der Kunst und Kultur gibt es mehr als 100 Stationen in der in blaues Licht getauchten Nürnberger Innenstadt.

"Des einen Himmel kann durchaus die Hölle des anderen sein. Letztlich beschreiben Himmel und Hölle das Yin und Yang unseres Daseins", erklärte die Nürnberger Kulturreferentin Julia Lehner das Thema der Veranstaltung. 130.000 Besucher würden dazu erwartet.

Beteiligt sind unter anderem alle Innenstadtkirchen, die Kunstvereine und Galerien und die Museen. Im Germanischen Nationalmuseum finden Kurzführungen durch die aktuelle Sonderausstellung "Helden, Märtyrer und Heilige" statt. Mit "Hölle im Himmel" hat sich auch Albrecht Dürer befasst, dessen Bilder hierzu im Dürerhaus gezeigt werden. Auszeiten bietet die von Scheinwerfern und Kerzenlicht illuminierte Lorenzkirche.

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Anhand der Kunstwerke in der Frauenkirche wird der Jenseitsglaube vergangener Epochen gezeigt, während man bei "Nachtgesprächen" in St. Jakob mit Menschen reden kann, die ihre besondere Erfahrung zum Motto teilen wollen. Studenten und Dozenten der Berufsfachschule für Musik lassen in der Klarakirche Percussion, Streicher und Jazz erklingen. Musik aus sechs Jahrhunderten gibt es in St. Martha zu hören, während in St. Egidien interkulturelles Singen und das Hohelied Salomos im Mittelpunkt steht.

Die Theatergruppe der Evangelischen Jugend Nürnberg zeigt im Haus der Kirche "eckstein" eine Szenenrevue zu Himmel und Hölle. "Himmelsklang und Höllengestank" kommen die Besucher der Sebalduskirche bei Turmführungen und Konzerten auf die Spur. Auf dem Hauptmarkt zeigt "Urbanscreen" aus Bremen die bewegte und eigens für die Fassade des neuen Rathauses entwickelte, abstrakte Bilderkomposition "Kontra". Für den Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb wurden 136 Beiträge aus ganz Europa eingereicht. Eine Vorschau findet bereits am 3. Mai ab 20 Uhr statt.


30.04.2019 / epd